Mediennews

Kinder und Jugendlich: (fast) immer online

(16.05.2017) 67 Prozent der 10- bis 11-Jährigen in Deutschland verfügen über ein eigenes Smartphone – ab 12 Jahren gehört das Gerät dann für so gut wie alle Jugendliche zur Standardausstattung – so das Ergebnis einer aktuellen bitkom-Studie. Und 72 Prozent der 10- bis 11-Jährigen nutzen bereits WhatsApp. Bei den älteren Jugendlichen ab 14 Jahren ist es dann beinahe jeder (96 Prozent). Auch das digitale spielen steht weiter hoch im Kurs: Kinder und Jugendliche in Deutschland verbringen täglich fast zwei Stunden mit Computer- und Videospielen. Während Mädchen rund 89 Minuten pro Tag spielen, sind es bei den Jungen im Schnitt 139 Minuten.

Digitales Lernen fördern

(10.05.2017) Schulen sollten digitaler werden. Das fordert der Aktionsrat Bildung. In seinem aktuellen Gutachten „Bildung 2030 – veränderte Welt. Fragen an die Bildungspolitik“ bezieht sich der Aktionsrat unter anderem auf die TIMSS-Studie von 2011, wonach Grundschüler in Deutschland, in deren Unterricht mindestens einmal wöchentlich Computer eingesetzt wurden, deutlich bessere Kompetenzen im Bereich Mathematik und Naturwissenschaften zeigten, als jene, die seltener als einmal pro Woche Computer im Unterricht nutzten. Das Gutachten des Aktionsrats umfasst insgesamt zwölf Themengebiete.

Datenschutz im Schulalltag

(08.05.2017) „Was kann ich tun, wenn heimlich gefertigte Unterrichtsmitschnitte von mir veröffentlicht werden?“ „Darf ich mit meiner Klasse mittels Facebook, WhatsApp und iMessage schulisch kommunizieren?“ Antworten auf diese und weitere Fragen zum schulischen Datenschutz gibt der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte jetzt in einem Praxisleitfaden für Lehrkräfte.

Besser lernen?

(27.04.2017) Was bringen digitale Schulbücher? Was sollten sie bieten? Und müssen auch analoge Schulbücher neu gedacht werden? Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg berichtet.

Mit Künstlicher Intelligenz gegen Fake News

(26.04.2017) Anhand von Bildern wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern künftig Fake News entlarven. Ihr Ausgangspunkt: Fake News werden oftmals mit falschen, aus einem anderen Zusammenhang stammenden oder manipulierten Bildern versehen. Mit verschiedenen Bilderkennungswerkzeugen will der dazu von den Forschern entwickelte Prototyp „NewsVerifier“ Auffälligkeiten erkennen und den Nutzern mitteilen.

WhatsApp im Unterricht – dürfen Lehrer das?

(24.04.2017) SPIEGEL ONLINE hat sich bei mehreren Datenschutzbeauftragten umgehört. Ein Ergebnis: Die Regelungen sind unterschiedlich. WhatsApp und Co. sind in manchen Bundesländern generell verboten, in anderen nicht.

Journalismus-Kurse für Lehrer

(24.04.2017) Niedersächsische Lehrer, die ihren Schülern Medienkompetenz beibringen wollen, können jetzt vier zweitägige Journalismus-Crashkurse belegen, berichtet der NDR . Dort lernen sie, wie man Nachrichten schreibt, recherchiert oder bei Interviews unangenehme Fragen stellt und nachhakt.Ziel ist, den Schülern kritisches Denken beizubringen, sodass diese beispielsweise Fake News entlarven können. Finanziert wird die Weiterbildung vom niedersächsischen Kultusministerium.

Cybermobbing – negativer Einfluss auf Schulleistung?

(19.04.2017) Psychologen der Universität Nottingham (Großbritannien) haben in einer aktuellen Studie, ob und wie Cybermobbing mit der Einstellung zu Schule und Lernen zusammenhängen. Das berichtet Report Psychologie Report Psychologie, die Zeitschrift des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Eine negative Einstellung – sowohl bei Opfern wie Tätern – gegenüber Schule und Lernen konnten die Forscher demnach besonders bei Mädchen ausmachen, die mehrfach mit Cybermobbing zu tun hatten. Selbst Cybermobbing, das vorwiegend außerhalb der Schulzeit stattfand, hatte einen negativen Einfluss auf die Einstellung zur Schule. Dies, so die Schlussfolgerung, müsse sowohl bei der Entwicklung von Interventionen als auch in der Präventionsarbeit beachtet werden.

Nach 30 Minuten Schluss? Zeitlimits für PC und Co.

(05.04.2017) Experten empfehlen immer wieder bestimmte Zeitlimits für Kinder an PC, Fernseher oder Smartphone. Sind diese Empfehlungen sinnvoll? Eher nicht. Das meinen jedenfalls jetzt verschiedene Neurowissenschaftler und Psychologen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Studien dokumentierten zum Beispiel auch positive Effekte des Medienkonsums. Zitiert wird unter anderen Anne Scheel vom Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie empfiehlt Eltern, sich mit den Medieninhalten auseinanderzusetzen, statt exakte Minuten-Kontingente vorzugeben.

Medientipps

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Saferinternet.at: Privatsphäre-Leitfaden: Sicher unterwegs in Musical.ly

Bayerische Landeszentrale für neue Medien / Landesmedienzentrale Rheinland-Pfalz: Das „kleine ABC der Informatik“: Algorithmen

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Stiftung Medienpädagogik Bayern: Apps sicher nutzen – Mobile Geräte in Kinderhand (pdf)

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