Am 24. April 2026 veröffentlichte der bekannte Insider j0nathan auf dem sozialen Netzwerk X eine Behauptung, die unter Fans der Spielreihe sofort Aufsehen erregte: Seit Jean Guesdon im Februar 2026 die kreative Leitung von Assassins Creed: Hexe übernommen habe, sei alles Übernatürliche aus dem Spiel entfernt worden. Kein Zaubersystem mehr – stattdessen soll die Hauptfigur ihre Fähigkeiten über Alchemie einsetzen. Dieser Artikel erklärt den Hintergrund, was davon als Gerücht gilt und was als verifizierbarer Sachverhalt angesehen werden kann.
Wichtiger Hinweis: Alle Angaben zu Spielmechaniken, Handlung und Designentscheidungen, die in diesem Artikel aus nicht offiziellen Quellen stammen, sind unbestätigt. Ubisoft hat sich offiziell nicht zu diesen Berichten geäußert.
Was Assassins Creed: Hexe ist – und was bisher bekannt war
Assassins Creed: Hexe ist das nächste geplante Hauptspiel der Assassins-Creed-Spielreihe nach Assassins Creed: Shadows (2025). Erstmals angekündigt wurde das Spiel im September 2022, als Ubisoft einen kurzen Teaser-Anhänger veröffentlichte. Der Anhänger zeigte ein Assassinen-Abzeichen aus Ästen, umgeben von Schriftzeichen aus dem okkulten Alphabet der Magi aus dem 17. Jahrhundert.
Das Spiel spielt im Heiligen Römischen Reich zur Zeit der Hexenprozesse. Die Hauptfigur heißt Elsa. Laut früheren Berichten aus nicht offiziellen Quellen von Mitte 2025 sucht Elsa Rache für den Prozess und die Hinrichtung ihrer Mutter, die der Hexerei beschuldigt wurde.
Das Spiel ist Teil von Assassins Creed Infinity – der von Ubisoft konzipierten Plattform, auf der verschiedene Assassins-Creed-Erlebnisse gesammelt werden.
Was j0nathans Gerücht konkret besagt
j0nathan schrieb auf X: „Seit Jean Guesdon im Februar die Führung der Assassins-Creed-Spielreihe übernahm, hat er entschieden, alles Magische in Hexe zu entfernen.” Er ergänzte, was ursprünglich geplant war, nun aber gestrichen worden sein soll.
Besonders konkret: Die Möglichkeit, eine Katze zu steuern, soll gestrichen worden sein. Frühere Lecks hatten diese Fähigkeit als Teil des Spielkonzepts beschrieben. Elsa sollte demnach die Kontrolle über eine Katze übernehmen können, um Wachen abzulenken oder unzugängliche Bereiche zu erreichen.
Als Ersatz für direkte Zauberfähigkeiten soll Elsa laut dem Gerücht nun Alchemie einsetzen. Das ist ein wichtiger Unterschied: Alchemie positioniert die Figur als kluge Naturwissenschaftlerin mit Kräuterwissen – nicht als Hexe mit übernatürlichen Kräften. Dieses Konzept ist historisch plausibler und würde das Spiel stärker an realhistorische Quellen binden.
Wer Jean Guesdon ist – und was seine Führungsübernahme bedeutet
Jean Guesdon ist kein Unbekannter. Er stieß 2005 zu Ubisoft Montréal als Produktionskoordinator und war an der Entwicklung des ersten Assassins-Creed-Spiels beteiligt. Im Verlauf der folgenden Jahre bekleidete er mehrere leitende Positionen in der Spielreihe.
Im Februar 2026 wurde bekannt, dass Clint Hocking die kreative Leitung von Hexe verlassen hatte. Hocking war zuvor als Kreativdirektor für das Projekt verantwortlich. Guesdon übernahm diese Position.
Guesdon gilt als Verfechter des klassischen, bodenständigen Assassins-Creed-Stils. Sein Einfluss auf die Spielreihe ist mit Spielen wie Assassins Creed IV: Black Flag verbunden – einem Teil, der Erkundung und Handlung in den Vordergrund stellt, ohne übernatürliche Spielmechaniken.
Was das für das Gesamtkonzept von Hexe bedeuten würde
Assassins Creed: Hexe wurde von Anfang an als dunklerer, atmosphärisch dichterer Teil der Spielreihe beworben. Die Hexenprozesse im Heiligen Römischen Reich – historisch eine Zeit extremer sozialer Kontrolle und Paranoia – bildeten einen ungewöhnlichen Rahmen.
Wenn die übernatürlichen Fähigkeiten gestrichen werden, ändert sich der Ton des Spiels erheblich. Eine Elsa mit tatsächlichen Zauberfähigkeiten kämpft als verfolgte Übernatürliche gegen Hexenjäger. Die Version mit Alchemie und Wissen dagegen zeigt eine kluge Frau, die fälschlicherweise der Hexerei beschuldigt wird.
Beide Konzepte funktionieren – aber sie erzählen sehr unterschiedliche Geschichten. Das erste hätte sich von bisherigen Assassins-Creed-Teilen stärker abgehoben. Zum klassischen Spielreihen-Schema passt das zweite besser: eine historisch bodenständige Welt, Schleichmechaniken und Attentatsmissionen.
Zum Vergleich zeigt die folgende Tabelle, wie verschiedene Assassins-Creed-Teile das Verhältnis zwischen übernatürlichen Elementen und historischer Bodenständigkeit handhaben:
| Spieltitel | Ansatz | Reaktion der Fangemeinde |
| Assassins Creed: Mirage (2023) | Sehr bodenständig – klassische Schleichmissionen, keine Übernatürlichkeit | Überwiegend positiv – Lob für Rückkehr zu den Wurzeln |
| Assassins Creed: Valhalla (2020) | Übernatürliche Elemente (Asgard-Sequenzen, mythische Kreaturen) | Gemischt – manche Spieler genossen es, andere fühlten es als Bruch |
| Assassins Creed: Odyssey (2018) | Stark ausgeprägt – Kassandra als mythischer Halbgott | Kritik für zu viel Fantasy, Lob für Rollenspiel-Tiefe |
| Assassins Creed: Hexe (geplant) | Laut Gerücht: Alchemie statt Magie – bodenständiger Ansatz | Noch unbekannt – Spiel noch nicht offiziell gezeigt |
Der Kontext: Assassins Creed Shadows und der Druck auf Ubisoft
Assassins Creed: Shadows erschien 2025 nach mehrfachen Verschiebungen. Das Spiel verkaufte sich für Ubisoft-Verhältnisse mäßig. Nach dem Erscheinungsdatum sah sich Ubisoft mit einem erheblich gesunkenen Aktienkurs, umfangreichen Personaleinsparungen und einem öffentlich anerkannten Strategieproblem konfrontiert.
In diesem Kontext ist die Designentscheidung, Hexe bodenständiger zu gestalten, nachvollziehbar. Übernatürliche Mechaniken in einem Assassins-Creed-Spiel wären ein Risiko – insbesondere nach der Kritik an Assassins Creed: Odyssey, wo die Figur Kassandra zu einem übernatürlichen Halbgott wurde.
Assassins Creed: Mirage (2023) wurde bewusst als bodenständiges, schlankes Gegenstück zu Odyssey und Valhalla konzipiert und erhielt dafür positives Feedback von Fans, die sich die ursprüngliche Spielreihenidentität zurückwünschten.
Parallel zu den Gerüchten über die Designänderungen wurde bekannt, dass 50 Entwickler vom Hexe-Team auf Ubisofts Interprojekt-Team versetzt wurden. Das Spiel befindet sich laut Berichten weiterhin auf Kurs für eine Veröffentlichung im Laufe des Jahres 2027.
Was offiziell bestätigt ist – auf einen Blick
Folgende Punkte stammen aus verifizierten, offiziellen Quellen und gelten als gesichert:
- Spielsetting: Heiliges Römisches Reich, Zeit der Hexenprozesse, 17. Jahrhundert (Teaser September 2022)
- Clint Hocking verlässt das Projekt, Jean Guesdon übernimmt als Kreativdirektor (Februar 2026)
- Das Spiel gehört zu Assassins Creed Infinity
Alles andere – Handlung, Spielmechaniken, Erscheinungsdatum – entstammt Insider-Berichten und ist unbestätigt.
Alle bisher bekannten verifizierten Fakten zu Assassins Creed: Hexe
| Merkmal | Status |
| Offizieller Titel | Assassins Creed: Hexe (Deckname) |
| Entwickler | Ubisoft Montréal |
| Erstankündigung | September 2022 |
| Spielsetting | Heiliges Römisches Reich, Zeit der Hexenprozesse, 17. Jahrhundert |
| Hauptfigur | Elsa (laut Berichten) |
| Kreativdirektor bis Februar 2026 | Clint Hocking (verlassen) |
| Kreativdirektor ab Februar 2026 | Jean Guesdon |
| Geplantes Erscheinungsjahr | 2027 |
| Plattformen | Noch nicht offiziell bestätigt |
| Teil von | Assassins Creed Infinity |
| Entwicklerteam-Änderung | 50 Entwickler auf Interprojekt-Team versetzt |
| Offizieller Kommentar zu Gerüchten | Keine offizielle Stellungnahme |
Was das für Assassins-Creed-Fans bedeutet – und worauf zu achten ist
Assassins Creed: Hexe befindet sich in einer entscheidenden Entwicklungsphase. Der Wechsel in der kreativen Führung von Clint Hocking zu Jean Guesdon ist das einzige offiziell bestätigte Ereignis dieser Berichte. Alles andere – das abgespeckte Zaubereisystem, die gestrichene Katze, der Alchemie-Ersatz – stammt von einem einzigen Insider und ist unbestätigt.
Für Fans, die sich eine bodenständige historische Erfahrung wünschen, klingt die Richtung zunächst positiv. Elsa als kluge Alchemistin in einem Hexenprozess-Umfeld ist ein fesselndes Konzept. Für Spieler, die sich auf übernatürliche Fähigkeiten gefreut hatten, wäre das eine enttäuschende Wendung.
Wer verlässliche Informationen sucht, sollte auf eine offizielle Ubisoft-Ankündigung warten. Diese wird mit hoher Wahrscheinlichkeit spätestens zur Ubisoft Forward im Jahr 2026 oder 2027 kommen – dort enthüllt Ubisoft traditionell seine nächsten großen Projekte.
Häufige Fragen zu Assassins Creed: Hexe
Assassins Creed: Hexe ist das geplante nächste Hauptspiel der Spielreihe, erstmals angekündigt im September 2022 unter dem Decknamen Codename Hexe. Das Spiel soll im Heiligen Römischen Reich zur Zeit der Hexenprozesse im 17. Jahrhundert spielen. Ein offizielles Erscheinungsdatum gibt es nicht. Insider berichten von einer angestrebten Veröffentlichung im Jahr 2027.
Insider j0nathan behauptete am 24. April 2026 auf X, dass der neue Kreativdirektor Jean Guesdon alle übernatürlichen Elemente aus dem Spiel entfernt habe. Konkret genannt wurde die Streichung einer Katzensteuerungs-Fähigkeit und der Ersatz direkter Zauberfähigkeiten durch Alchemie. Ubisoft hat diese Berichte weder bestätigt noch dementiert.
Jean Guesdon ist ein erfahrener Assassins-Creed-Entwickler, der bereits an den frühen Spielen der Reihe mitwirkte. Er gilt als Verfechter eines bodenständigen Spielstils. Seit Februar 2026 hat er die kreative Leitung von Hexe von Clint Hocking übernommen. j0nathans Gerüchte verbinden diese Übernahme direkt mit den Designänderungen.
Kein offizieller Grund ist bekannt. Branchenbeobachter vermuten, dass Ubisoft nach dem mäßigen Erfolg von Assassins Creed: Shadows (2025) auf bewährtere Spielmechaniken setzen möchte. Übernatürliche Fähigkeiten hatten in Assassins Creed: Odyssey kritische Reaktionen erzeugt – das bodenständigere Assassins Creed: Mirage erhielt dagegen Lob für seine klassische Herangehensweise.
j0nathan hat in der Vergangenheit Informationen zu Ubisoft-Projekten veröffentlicht, die sich teilweise als zutreffend erwiesen haben. Dennoch gilt: Alle hier genannten Spielmechanik-Details sind unbestätigt. Ubisoft hat keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Erst mit einem offiziellen Ankündigungsanhänger oder Pressemitteilung von Ubisoft lässt sich Endgültiges bestätigen.