Die CES 2026 in Las Vegas hat Anfang Januar wieder gezeigt, was die Tech-Welt dieses Jahr erwartet. Von Nvidias neuem DLSS 4.5 bis zu holografischen PC-Gehäusen – wir zeigen dir die Highlights für Gamer.
Nvidia DLSS 4.5: Mehr Bilder ohne neue Grafikkarte
Das größte Gaming-Thema der CES war Nvidias DLSS 4.5. Die neue Version der Hochskalierungs-Technologie bringt vor allem für RTX-5000-Besitzer krasse Verbesserungen. Das Herzstück ist die neue 6-fache Multi-Frame-Generation. Nvidia verspricht damit Gaming mit über 240 Bildern pro Sekunde – selbst bei Path-Tracing.
Aber auch Besitzer älterer RTX-Karten profitieren. Die neue Super-Resolution der zweiten Generation soll schärfere Bilder mit weniger Ghosting und besserer Anti-Aliasing-Qualität liefern. Nvidia hat dafür ein komplett neues maschinelles Lernmodell trainiert, das deutlich mehr Details behalten soll.
Kritiker bemängeln aber, dass Nvidia immer stärker auf künstlich erzeugte Bilder setzt, statt die reine Rechenleistung zu verbessern. Von einem echten Frame wird mittlerweile das Sechsfache generiert – das ist krass, aber halt auch nicht mehr “echt”.
DLSS 4.5 im Überblick
| Feature | RTX 20/30 Serie | RTX 40 Serie | RTX 50 Serie |
| Super Resolution 2.0 | Ja | Ja | Ja |
| Frame Generation 3X | Nein | Ja | Ja |
| Frame Generation 6X | Nein | Nein | Ja |
| Reduziertes Ghosting | Ja | Ja | Ja |
AMD Ryzen 7 9850X3D: Neuer Gaming-König?
AMD hat auf der CES den Ryzen 7 9850X3D vorgestellt. Der Prozessor ist im Grunde ein Ryzen 7 9800X3D mit 400 MHz mehr Takt. AMD verspricht damit sieben Prozent mehr Gaming-Leistung als beim 9800X3D.
Klingt erstmal wenig spektakulär, aber der 9800X3D war ja eh schon der schnellste Gaming-Prozessor. Mit dem Taktbonus soll der 9850X3D jetzt der neue Spitzenreiter werden. Wie viel der Aufpreis sein wird, hat AMD noch nicht verraten.
Interessanter sind vielleicht die neuen Ryzen AI 400 Chips. Die richten sich zwar eher an Laptop-Nutzer, bringen aber endlich mehr integrierte Grafikleistung mit. Bis zu 16 RDNA-3.5-Kerne sollen drin stecken – genug für leichtes Gaming ohne dedizierte Grafikkarte.
Intel Panther Lake: Integrierte Grafik wird ernst
Intel hat seine Core Ultra Serie 3 vorgestellt, intern “Panther Lake” genannt. Das Besondere: Die integrierten Arc-Grafikkerne sind diesmal richtig stark. Intel verspricht bis zu 77 Prozent mehr Gaming-Performance als bei der Vorgängergeneration.
Journalisten konnten auf der CES Battlefield 6 auf einem Lenovo IdeaPad Pro 5 spielen – einem ultraportablen Notebook ohne dedizierte Grafikkarte. Resultat: Bis zu 190 Bilder pro Sekunde in 1080p auf hohen Einstellungen. Das ist beeindruckend für integrierte Grafik.
Die neuen Chips werden ab Ende Januar verfügbar sein. Über 200 Laptop-Designs von verschiedenen Herstellern sind geplant. Für Desktop-PCs gibt es Panther Lake übrigens nicht – da setzt Intel weiterhin auf dedizierte Grafikkarten.
Intel Panther Lake Highlights
- Erste Intel-CPUs im 18A-Prozess (hergestellt in den USA)
- Bis zu 77% mehr iGPU-Gaming-Leistung
- Neue Arc B390 integrierte Grafik
- Über 200 Laptop-Designs angekündigt
- Verfügbar ab Ende Januar 2026
Audeze Maxwell 2: Premium-Headset wird noch besser
Audeze hat das Maxwell 2 Gaming-Headset vorgestellt. Der Nachfolger des beliebten Originals bringt 16 Verbesserungen mit. Die wichtigste: Eine komplett neue App für Windows, Mac, iOS und Android. Endlich gibt es vernünftige Software-Unterstützung.
Die Akkulaufzeit wurde auf wahnsinnige 110 Stunden erhöht. Das ist Rekord für kabellose Gaming-Headsets. Auch die Planarmagnettreiber wurden verbessert und sollen noch detailliertere Klangwiedergabe liefern.
Der Preis bleibt bei etwa 270 Euro. Für ein Headset mit dieser Klangqualität ist das fair. Wer das Original besitzt, bekommt die neue App übrigens auch – Audeze lässt alte Käufer nicht im Stich.
Verrückte Hardware: Von Hologrammen bis AI-Headsets
Die CES hatte auch einige schräge Gadgets zu bieten. Asus zeigt das ROG GM1000 Gehäuse mit holografischen Lüftern. Die Gehäuselüfter projizieren Hologramme ins Innere des PCs. Du kannst eigene GIFs und kurze Videos hochladen. Sieht cool aus, ist aber wahrscheinlich teuer.
Razer präsentierte Project Motoko – ein KI-Headset mit zwei 4K-Kameras, Snapdragon-Chip und jeder Menge Sensoren. Es soll Fotos machen, Texte übersetzen und als KI-Assistent fungieren. Wann und ob es wirklich kommt, ist unklar.
Weniger verrückt, aber interessant: 8BitDo kündigt den Ultimate 3E Controller an. Der modulare Xbox-Controller kostet 150 Euro und kommt im zweiten Quartal 2026. Corsair zeigt die Galleon 100 SD Tastatur mit integriertem Elgato Stream Deck.
Die schrägsten CES-Gadgets 2026
- Asus ROG GM1000: PC-Gehäuse mit Hologramm-Lüftern
- Razer Project Motoko: KI-Headset mit 4K-Kameras
- Seattle Ultrasonics Messer: Ultraschall-Küchenmesser für 367 Euro
- Lego Smart Brick: Lego-Steine mit eingebautem Computer
- GameSir Controller: Gaming-Controller mit eingebautem Lenkrad
G-Sync Pulsar: Schluss mit Bewegungsunschärfe
Nvidia hat auch G-Sync Pulsar weiterentwickelt. Die Technologie soll Bewegungsunschärfe drastisch reduzieren, indem sie effektiv die Bildwiederholrate vervierfacht. Ein 250-Hz-Monitor soll sich mit G-Sync Pulsar anfühlen wie über 1.000 Hz.
Mehrere Hersteller haben bereits kompatible Monitore angekündigt. Die Technologie funktioniert aber nur mit Nvidia-Grafikkarten und speziellen Monitoren. Für Competitive-Gamer könnte das ein echter Vorteil sein.
Lenovo Legion Go 2: Valve Deck Konkurrenz
Lenovo zeigt die nächste Generation des Legion Go Handhelds. Das Legion Go 2 kommt mit AMDs neuem Ryzen Z2 Extreme Chip. Außerdem gibt es erstmals eine SteamOS-Edition – direkt mit Valves Betriebssystem statt Windows.
Das Original Legion Go war schon gut, aber die Software war der Schwachpunkt. Mit SteamOS könnte das deutlich besser werden. Preise und genaues Erscheinungsdatum hat Lenovo aber noch nicht genannt.
Speicherkrise: RAM und SSDs werden teurer
Die schlechte Nachricht der CES: RAM und SSDs werden 2026 deutlich teurer. Der Grund ist die massive Nachfrage durch KI-Rechenzentren. Die fressen so viel Speicher, dass für normale Verbraucher weniger übrig bleibt.
Analysten erwarten Preissteigerungen von 30-50 Prozent im Laufe des Jahres. Wer einen neuen PC bauen will, sollte RAM und SSDs jetzt kaufen, solange die Preise noch halbwegs erträglich sind.
Auch Grafikkarten könnten betroffen sein. Es gibt Gerüchte, dass die RTX 5090 bis Jahresende von aktuell 1.839 Euro auf über 4.000 Euro steigen könnte. Verifiziert ist das aber noch nicht.
Warum wird alles teurer?
| Grund | Auswirkung |
| KI-Rechenzentren | Extreme RAM/SSD-Nachfrage |
| GDDR7-Knappheit | Höhere GPU-Preise |
| Produktionsengpässe | Weniger Verfügbarkeit |
| Tarife & Zölle | Zusätzliche Kosten |
MSI MPG 341CQR QD-OLED X36: Der beste Gaming-Monitor?
PC Gamer kürte den MSI MPG 341CQR QD-OLED X36 zum besten Monitor der CES 2026. Der Ultrawide-Monitor hat ein 34-Zoll-QD-OLED-Panel mit 3440 x 1440 Pixeln und 175 Hz Bildwiederholrate.
Was ihn besonders macht: Extrem gute Farbdarstellung, perfektes Schwarz durch OLED-Technologie und fast keine Eingabeverzögerung. Für Shooter und schnelle Spiele ideal. Der Preis steht noch nicht fest, dürfte aber im Premium-Segment landen.
Fazit: Viel KI, wenig Revolution
Die CES 2026 war stark auf KI fokussiert. Fast jeder Hersteller hat KI in irgendein Produkt gepackt, ob sinnvoll oder nicht. Für Gamer gab es trotzdem interessante Ankündigungen.
DLSS 4.5 zeigt, wohin die Reise geht: Mehr Bilder durch Software statt Hardware. Die neuen CPUs von Intel und AMD bringen endlich brauchbare integrierte Grafik. Und die Speicherkrise wird uns noch eine Weile beschäftigen.
Die spannendsten Sachen kommen aber erst noch. Im Laufe des Jahres erwarten uns neue Spiele, mehr Hardware-Releases und hoffentlich sinkende Preise. Bis dahin heißt es: Abwarten und Tee trinken.
Häufig gestellte Fragen
Die Super Resolution 2.0 ist bereits verfügbar für alle RTX-Karten ab der 20er-Serie. Die 6-fache Frame-Generation kommt im Frühjahr 2026, aber nur für RTX-5000-Karten.
Wenn du den 9800X3D schon hast, wahrscheinlich nicht. Sieben Prozent mehr Leistung rechtfertigen selten den Neukauf. Als Neueinsteiger kannst du dir überlegen, ob dir der Aufpreis die paar Extra-Frames wert sind.
Das ist bisher nur ein Gerücht. Fakt ist, dass Speicherpreise steigen und die Nachfrage hoch ist. Nvidia hat noch keine Preiserhöhungen angekündigt, aber ausgeschlossen ist es nicht.
Ab Ende Januar 2026 kommen die ersten Modelle in den Handel. Lenovo, Asus, Dell und andere haben Geräte angekündigt. Schau auf den Herstellerseiten nach konkreten Verfügbarkeitsdaten.
Wenn du in den nächsten Monaten einen PC bauen willst: Jetzt kaufen. Die Preise werden 2026 wahrscheinlich nur steigen. Wenn du Zeit hast, warte bis Ende 2026 oder 2027 – irgendwann normalisiert sich der Markt wieder.

