Clair Obscur: Expedition 33 erschien am 24. April 2025 und traf die Spielewelt wie ein Blitz. In drei Tagen verkaufte sich das Debüt von Sandfall Interactive über eine Million Mal. Nach zwölf Tagen waren es bereits zwei Millionen Einheiten – obwohl das Spiel gleichzeitig im Microsoft-Spieleabo verfügbar war.
Zum Jahresende gewann es bei den The Game Awards 2025 neun Auszeichnungen, darunter Spiel des Jahres. Bis Oktober 2025 waren über fünf Millionen Exemplare verkauft. Wer das noch nicht gespielt hat: Ab dem 2. April 2026 ist es auch im Microsoft-Spieleabo enthalten. Dieser Artikel erklärt, was das Spiel so besonders macht.
Die Geschichte: Eine Zahl entscheidet über Leben und Tod
Die Welt von Clair Obscur ist düster und faszinierend zugleich. Seit 67 Jahren erwacht jedes Jahr eine Göttin namens die Malerin. Auf einen riesigen Monolith malt sie eine Zahl. Alle Menschen, die so alt wie diese Zahl sind oder älter, sterben sofort – ohne Ausnahme. Jedes Jahr wird die Zahl kleiner. Zum Zeitpunkt des Spielbeginns steht sie bei 33.
Die Insel Lumière schickt jeden Sommer eine Gruppe Freiwilliger auf das Festland. Ziel ist es, die Malerin zu töten, bevor sie wieder malt. Alle bisherigen Expeditionen sind gescheitert. Nun bricht Expedition 33 auf – und ihr begleitet sie.
Hauptfigur Gustave ist ein Ingenieur mit einem Jahr Lebenserwartung. Maelle, seine 16-jährige Pflegeschwester, gehört als jüngstes Mitglied ebenfalls dazu. Gemeinsam treffen sie auf weitere Gefährten: die Forscherin Lune, die Kämpferin Sciel, den rätselhaften Fremden Verso und den mysteriösen Renoir. Jede Figur trägt eine eigene Last. Die Dialoge fühlen sich echt an, die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz.
Fachmagazine lobten die Geschichte einhellig. GameStar bezeichnete Clair Obscur als ein Rollenspiel mit einer Story, die man nicht vergisst. GamePro schrieb von einer berührenden Handlung und spannenden Charakteren. Eurogamer nannte es „in mehrfacher Hinsicht ein Wunderwerk”. Metacritic vergibt 91 von 100 Punkten für PS5, 90 für PC und sogar 93 für Xbox Series. Auf Metacritic gilt es als das am besten bewertete Spiel des Jahres 2025, das auch wirklich 2025 erschienen ist.
Das Kampfsystem: Rundenbasiert mit Echtzeit-Herzschlag
Das Kampfsystem ist die technische Stärke des Spiels. Grundsätzlich läuft es rundenbasiert ab – jede Figur wählt Aktionen, Feinde handeln danach. Zusätzlich gibt es Echtzeit-Elemente: Angriffe lassen sich durch präzises Timing verstärken. Feindliche Attacken können durch Ausweichen oder Parieren abgemildert werden.
Gelingt ein perfektes Parieren im richtigen Moment, dreht sich die Situation komplett um. Feindliche Angriffsketten brechen ab, der Spieler geht in die Offensive. Verpasst man das Timing, kostet das Leben. Das schafft ein Gefühl von Spannung, das rundenbasierte Spiele selten vermitteln.
Jede der spielbaren Figuren kämpft grundverschieden. Gustave kombiniert technische Mechanik mit Waffen. Maelle setzt auf Geschwindigkeit und Statuseffekte. Sciel nutzt Dunkelheit als Ressource. Verso hat eine völlig eigene Kampfphilosophie. Drei Figuren kämpfen gleichzeitig im aktiven Team – sechs lassen sich insgesamt rekrutieren.
Das Figuren-Entwicklungssystem ist flexibel. Über Bilder-Symbole (Pictos) und Lichtpunkte (Lumina) passen Spieler ihre Figuren an. Waffen lassen sich verbessern, Fertigkeiten kombinieren. Das System fühlt sich taktisch an, ohne überwältigend zu sein.
MeinMMO beschrieb das Kampfsystem so: Sobald man die Spielweisen der Charaktere versteht, entsteht ein Gleichgewicht aus Taktik und Geschick. JPGames lobte das Spiel als narratives Meisterwerk mit innovativem, rundenbasiertem Kampfsystem.
Die Spielwelt: Belle Époque trifft apokalyptische Fantasie
Das Artdesign gehört zum Eindrucksvollsten, was Rollenspiele 2025 boten. Inspiriert von der französischen Belle Époque – einer Kulturepoche um die Wende zum 20. Jahrhundert – erschafft das Spiel eine unvergleichliche Atmosphäre. Architektur, Kleidung, Schriftzeichen und Namensgebung tragen französische Züge. Gleichzeitig ist die Welt postapokalyptisch verändert durch die jahrzehntelange Herrschaft der Malerin.
Die Oberweltkarte erinnert an klassische japanische Rollenspiele: eine stilisierte Kartenansicht, auf der Gebiete und Städte als Punkte erscheinen. Erkundet man ein Gebiet, öffnet sich eine vollständig dreidimensionale Spielwelt mit verwinkelten Wegen, versteckten Abzweigungen und optionalen Geheimnissen.
Die Entwickler bei PC Games Hardware schrieben: Das Artdesign wirkt beinahe wie eine Reise durch die französische Kultur- und Kunstgeschichte. Eurogamer ergänzte: Jeder Meter der Spielwelt ist interessant gestaltet – nichts fühlt sich nach sinnloser Füllarbeit an.
Der Soundtrack, komponiert von Lorien Testard, erreichte nach Erscheinen Platz 2 der deutschen Albumcharts. In den USA belegte er Platz 1 der Billboard Classical Albums. Das ist für ein Videospiel außergewöhnlich. Gesang, orchestrale Passagen und melancholische Leitmotive verbinden sich zu einem emotionalen Klangteppich.
Spielzeit, Schwierigkeitsgrad und Zugänglichkeit
Die Entwickler geben eine Spielzeit von rund 30 Stunden für die Haupthandlung an. Wer Nebenaufgaben und optionale Begegnungen erkundet, kann weitere 30 Stunden hinzurechnen. Erfahrungsberichte aus der Spielergemeinschaft bestätigen: viele Spieler verbrachten 40 bis 50 Stunden damit.
Das Spiel bietet drei einstellbare Schwierigkeitsgrade: Erzählung für Einsteiger, Entdecker als ausgewogene Herausforderung und Experte für anspruchsvolles Spielen. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich jederzeit ändern – auch mitten in einem schwierigen Kampf. Optionale Gegner und Bosse bieten zusätzliche Herausforderungen für diejenigen, die mehr wollen.
Folgende Stärken und Schwächen lassen sich nach ausführlicher Beschäftigung mit dem Spiel benennen:
- Stärken: Emotionale Geschichte mit überraschenden Wendungen, einzigartiges Kampfsystem mit Echtzeit-Elementen, außergewöhnliches Artdesign, herausragender Soundtrack, starke und glaubwürdige Figuren
- Schwächen: Keine deutsche Synchronisation verfügbar (nur Englisch und Französisch), manche Handlungselemente im Finale wirken komplex, optionale Bosse können für Einsteiger frustrierend schwer sein
- Neutral: Kein klassisches offenes Spielfeld im modernen Sinne; lineare Bereiche mit gezielten Erkundungsmöglichkeiten
Alle wichtigen Fakten zu Clair Obscur: Expedition 33
| Merkmal | Details |
| Vollständiger Titel | Clair Obscur: Expedition 33 |
| Entwickler | Sandfall Interactive (~30 Personen) |
| Herausgeber | Kepler Interactive |
| Erscheinungsdatum | 24. April 2025 |
| Plattformen | PC (Steam), PlayStation 5, Xbox Series X|S |
| Kaufpreis | Rund 50 EUR (aktuell häufig reduziert auf ~40 EUR) |
| Im Microsoft-Spieleabo | Ja, ab 2. April 2026 (Premium, Ultimate, PC) |
| Spielzeit | Ca. 30 Stunden Haupthandlung, bis zu 60 Stunden gesamt |
| Schwierigkeitsgrade | Erzählung, Entdecker, Experte (jederzeit änderbar) |
| Metacritic-Wertung | 91 (PS5), 90 (PC), 93 (Xbox Series) |
| Verkäufe bis Oktober 2025 | Über 5 Millionen Einheiten |
| Auszeichnungen 2025 | 9 The Game Awards, darunter Spiel des Jahres |
| Sprache | Englisch und Französisch (kein Deutsch) |
PC-Systemanforderungen im Überblick
Wer das Spiel auf dem PC spielen möchte, braucht kein Spitzengerät. Ein Solid-State-Laufwerk ist Pflicht – herkömmliche Festplatten werden nicht unterstützt.
| Komponente | Mindestanforderung | Empfehlung |
| Betriebssystem | Windows 10 (64-Bit) | Windows 11 (64-Bit) |
| Prozessor | Intel Core i7-8700K / AMD Ryzen 5 1600X | Intel Core i7-12700K / AMD Ryzen 7 5800X |
| Arbeitsspeicher | 8 GB | 16 GB |
| Grafikkarte | GeForce GTX 1060 6 GB / Radeon RX 5600 XT | GeForce RTX 3060 Ti 8 GB / Radeon RX 6800 XT |
| Speicherplatz | 55 GB (Solid-State-Laufwerk) | 55 GB (Solid-State-Laufwerk) |
| Zielleistung | 1080p, 30 Bilder/Sekunde | 1080p, 60 Bilder/Sekunde |
Clair Obscur: Expedition 33 gehört in jede Rollenspiel-Sammlung
Clair Obscur: Expedition 33 ist kein gewöhnliches Rollenspiel. Ein kleines Team aus Frankreich hat etwas erschaffen, das große Produktionen mit hunderten Mitarbeitenden selten erreichen: ein Spiel, das emotional berührt, taktisch fordert und optisch begeistert. Die Geschichte rund um die Malerin und Expedition 33 brennt sich ins Gedächtnis. Das Kampfsystem hält bis zum Ende frisch. Wer Rollenspiele liebt, findet hier einen Titel, über den man noch Jahre nach dem Durchspielen sprechen wird. Für rund 40 bis 50 Euro oder über das Microsoft-Spieleabo ist das Preis-Leistungs-Verhältnis außerordentlich stark.
Häufige Fragen zu Clair Obscur: Expedition 33
Das Spiel richtet sich an alle, die emotionale Geschichten in Rollenspielen schätzen. Wer klassische japanische Rollenspiele mag und Lust auf ein frisches Kampfsystem mit Echtzeit-Elementen hat, liegt hier goldrichtig. Der anpassbare Schwierigkeitsgrad macht es auch für Einsteiger zugänglich.
Ja. Ab dem 2. April 2026 ist Clair Obscur: Expedition 33 in den Stufen Premium, Ultimate und als PC-Abonnement im Microsoft-Spieleabo enthalten. Wer eines dieser Abonnements besitzt, muss nichts extra bezahlen.
Nein. Das Spiel ist auf Englisch und Französisch vertont. Untertitel und Bildschirmtexte sind in mehreren Sprachen verfügbar – darunter auch Deutsch. Eine vollständige deutsche Sprachausgabe wurde nicht veröffentlicht.
Die Haupthandlung dauert rund 30 Stunden. Mit Nebenaufgaben und dem Erkunden optionaler Gebiete lassen sich bis zu 60 Stunden herausholen. Viele Spieler berichten von 40 bis 50 Stunden für eine vollständige erste Partie.
Clair Obscur: Expedition 33 ist für PC über Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich. Eine PlayStation-4- oder Nintendo-Switch-Version existiert nicht. Auf dem PC ist ein Solid-State-Laufwerk mit mindestens 55 GB freiem Speicherplatz nötig.

