Plattformübergreifendes Spielen ist 2026 kein Luxus mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Immer mehr Spieleentwickler setzen auf Crossplay, weil die Zahlen klar sprechen: Rund 72% aller Spieler weltweit nutzen heute zwei oder mehr Plattformen gleichzeitig.
Was Crossplay eigentlich bedeutet
Crossplay – auf Deutsch auch plattformübergreifendes Spielen genannt – bedeutet, dass Spieler auf unterschiedlichen Geräten miteinander oder gegeneinander antreten können. Wer also auf dem PC sitzt, kann mit jemandem zusammenspielen, der gerade auf der PlayStation 5, der Xbox oder der Nintendo Switch zockt, ohne dass jemand ein neues Gerät kaufen muss.
Davon zu unterscheiden ist die sogenannte plattformübergreifende Fortschrittsspeicherung (oft als „Cross-Progression” bezeichnet): Dabei wird der eigene Spielfortschritt – also Level, Ausrüstung, gekaufte Inhalte – über alle Plattformen synchronisiert. Wer zum Beispiel auf der Konsole angefangen hat und später am PC weiterspielt, macht genau dort weiter, wo er aufgehört hat. Das klingt einfach, ist technisch aber aufwendig, weil Updates und Fehlerbehebungen dann überall gleichzeitig verfügbar sein müssen.
Die Zahlen hinter dem Trend
Der Crossplay-Markt wächst rasant. Laut aktuellen Auswertungen aus dem Jahr 2026 zeigt plattformübergreifendes Spielen deutliche Vorteile gegenüber Spielen, die nur auf einer einzigen Plattform verfügbar sind:
- Spiele mit Crossplay haben 45% höhere Spielerbindung in den ersten 30 Tagen im Vergleich zu Titeln ohne diese Funktion
- Die tägliche Rückkehrrate von Spielern liegt bei Crossplay-Titeln um 31% höher als bei Spielen ohne plattformübergreifenden Modus
- Entwickler, die Crossplay anbieten, erzielen 20 bis 40% mehr Einnahmen durch Mikrotransaktionen und zusätzliche Inhalte
Diese Zahlen erklären, warum inzwischen rund 65% aller neuen Spieleentwicklungen Crossplay in ihre Planung einbeziehen. Selbst kleinere unabhängige Entwickler setzen zunehmend auf Engines wie Unity oder Unreal, die das Veröffentlichen auf mehreren Plattformen gleichzeitig stark vereinfacht haben.
Plattformen im Vergleich
Nicht alle Plattformen sind beim Thema Crossplay gleich weit entwickelt. Cloud-Gaming führt die Liste mit rund 95% Crossplay-Unterstützung an, dicht gefolgt von Konsolen mit 92% und PC mit 85%. Mobile Spiele hinken mit 78% etwas hinterher, da die Unterschiede zwischen Android und iOS-Geräten die technische Umsetzung erschweren.
| Plattform | Crossplay-Unterstützung | Besonderheiten |
| Cloud-Gaming | ~95% | Technisch am einfachsten umzusetzen |
| Konsolen (PS5, Xbox) | ~92% | Breite Titelauswahl, häufig mit PC kombinierbar |
| PC | ~85% | Meist via Steam oder Epic Games Store |
| Mobilgeräte | ~78% | Eingeschränkt durch Android/iOS-Unterschiede |
Die besten Crossplay-Spiele 2026
Einige Spiele gelten 2026 als Vorzeige-Beispiele für gelungenes Crossplay. Fortnite unterstützt seit Jahren das gemeinsame Spielen auf PS5, PS4, Xbox Series X/S, Xbox One, Nintendo Switch und PC – ohne Einschränkungen. Apex Legends bietet ebenfalls vollständiges plattformübergreifendes Spielen inklusive synchronisiertem Spielfortschritt über ein EA-Konto.

Overwatch 2 ermöglicht Crossplay zwischen PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S, Xbox One und der alten Nintendo Switch, inklusive gemeinsam gespeichertem Fortschritt. Und Arc Raiders, der neue Extraktions-Shooter von Embark Studios, unterstützt vollständiges Crossplay und plattformübergreifende Fortschrittsspeicherung über PC, PS5 und Xbox Series X/S via kostenlosem Embark-Account.
Neue Titel mit Crossplay-Unterstützung 2026
Auch viele der Neuerscheinungen des Jahres 2026 setzen von Anfang an auf plattformübergreifendes Spielen. Borderlands 4 unterstützt seit seinem Release volles Crossplay zwischen PC (Steam und Epic Games Store), PS5 und Xbox Series X/S für bis zu vier Spieler gleichzeitig – Voraussetzung ist ein kostenloser SHiFT-Account. EA Sports FC 26 bietet Crossplay zwischen PC, PS5 und Xbox Series X/S für die wichtigsten Online-Modi, schließt jedoch PS4 und Xbox One untereinander ab, und die Nintendo Switch 2 Version verfügt über gar kein Crossplay.

Life is Strange: Reunion erscheint am 26. März 2026 und unterstützt Crossplay auf PC, PS5, Xbox Series X/S und sogar der Nintendo Switch 2 – damit zählt es zu den wenigen Titeln mit echter Vierplattformen-Unterstützung.
Crossplay-Übersicht beliebter Titel
| Spieltitel | PC | PS5 | Xbox Series X/S | Nintendo Switch 2 | Fortschritt plattformübergreifend |
| Fortnite | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Apex Legends | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Overwatch 2 | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ |
| Arc Raiders | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✓ |
| Borderlands 4 | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| EA Sports FC 26 | ✓ | ✓ | ✓ | ✗ | ✗ |
| Life is Strange: Reunion | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | k. A. |
Warum manche Spiele kein Crossplay haben
Nicht jedes Spiel unterstützt plattformübergreifendes Spielen – und das hat konkrete Gründe. Technisch gesehen müssen Entwickler sicherstellen, dass Updates auf allen Plattformen gleichzeitig erscheinen und Sicherheitslücken sofort überall geschlossen werden. Das ist besonders bei Mehrspielerspielen wichtig, wo ein Vorteil auf einer Plattform das gesamte Spielerlebnis ungerecht machen kann.
Hinzu kommen wirtschaftliche Überlegungen der Plattformbetreiber. Lange Zeit wollten Sony, Microsoft und Nintendo ihre eigenen Spielergemeinschaften geschlossen halten, um Nutzer an ihre Hardware zu binden. Dieses Denken hat sich zwar stark gewandelt – aber bei einigen exklusiven Spielen und Plattformfunktionen bleibt es ein Streitpunkt, der die Umsetzung von Crossplay verzögert oder verhindert.
So richtet man Crossplay ein
Das Einrichten von plattformübergreifendem Spielen funktioniert bei den meisten Titeln nach demselben Prinzip und ist unkompliziert:
- Ein kostenloses herstellerübergreifendes Konto beim jeweiligen Spielentwickler oder Publisher anlegen (z. B. EA-Konto, Embark-Konto, Epic-Konto)
- Das Konto mit den Plattformkonten verknüpfen, auf denen man spielen möchte (z. B. PlayStation Network, Xbox-Konto, Steam)
- Im Spielmenü die Crossplay-Option aktivieren – bei den meisten modernen Titeln ist sie standardmäßig eingeschaltet
Wichtig: Das Spiel selbst muss auf jeder Plattform separat gekauft werden – die plattformübergreifende Fortschrittsspeicherung überträgt den Spielstand, aber keine Spiellizenzen.
Crossplay und die Nintendo Switch 2
Die im Jahr 2025 veröffentlichte Nintendo Switch 2 spielt beim Crossplay eine besondere Rolle. Als Hybrid-Konsole, die sowohl als Handheld als auch am Fernsehbildschirm genutzt werden kann, verbindet sie zwei Welten – mobiles Zocken und Wohnzimmer-Gaming. Immer mehr Entwickler schließen die Switch 2 in ihre Crossplay-Pläne ein, wie man etwa bei Life is Strange: Reunion sieht.
Allerdings fehlt die Handheld-Konsole noch in vielen Crossplay-Aufstellungen, was oft an der unterschiedlichen Hardware-Leistung liegt. Spiele wie EA Sports FC 26 verzichten auf der Switch 2 komplett auf Crossplay, weil die Anpassung zu aufwendig wäre. Hier wird sich 2026 und darüber hinaus zeigen, ob sich die Switch 2 als vollwertiger Crossplay-Partner durchsetzen kann.
Häufig gestellte Fragen
Crossplay bedeutet, dass man ein Spiel gemeinsam mit anderen Spielern spielen kann, auch wenn diese auf einer anderen Spielplattform unterwegs sind – zum Beispiel PC zusammen mit PS5 oder Xbox.
Nein, Crossplay ist in der Regel kostenlos und beim Kauf des Spiels inklusive. Manche Spiele verlangen ein kostenloses Konto beim Entwickler (z. B. EA-Konto), aber dafür fallen keine Gebühren an.
Das hängt vom jeweiligen Spiel ab. Manche Titel wie Apex Legends oder Arc Raiders bieten vollständige plattformübergreifende Fortschrittsspeicherung an, andere wie Borderlands 4 oder EA Sports FC 26 nicht.
Immer häufiger – aber noch nicht überall. Spiele wie Fortnite und Life is Strange: Reunion unterstützen die Switch 2, andere Titel wie Arc Raiders oder Borderlands 4 schließen sie bislang aus dem Crossplay aus.
In Schuss-Spielen kann die Maus- und Tastatursteuerung am PC einen Vorteil gegenüber Konsolenspielern mit Controller geben. Deshalb bieten viele Spiele eine automatische Steuerungs-Erkennung an, die PC-Spieler mit Controller mit Konsolenspielern zusammenwürfelt und Maus-Spieler unter sich.

