Im Rahmen der IGN-First-Reihe hat das Spielemedium IGN 21 Minuten Spielszenen aus der neuen Skovos-Region von Diablo IV: Lord of Hatred veröffentlicht. Das Video erschien wenige Tage nach einem zwölfminütigen Paladin-Gameplay-Video. Zusammen liefern beide Videos den bislang ausführlichsten Blick auf die zweite Erweiterung für Diablo IV, die am 28. April 2026 erscheint. Dieser Artikel fasst alle verifizierten Eindrücke aus dem IGN-Spielmaterial zusammen.
Der Rahmen: Was ist IGN First und warum ist dieses Material besonders?
IGN First ist ein monatliches Sonderprogramm des Spielemediums IGN, in dem ein einzelnes Spiel oder eine Erweiterung über mehrere Wochen exklusiv beleuchtet wird. Für April 2026 hat IGN die Erweiterung Lord of Hatred als Schwerpunktthema gewählt.
Das bedeutet: Blizzard hat IGN exklusiven Zugang zu Spielmaterial, Interviews und Einblicken gewährt. Mit 21 Minuten ist dieses Video das bisher umfangreichste öffentlich zugängliche Spielmaterial zur Skovos-Region. Zuvor gab es nur Szenenbilder, Ankündigungsvideos und das kürzere zwölfminütige Gameplay-Video mit dem Paladin.
Das 21-Minuten-Video zeigt eine andere Spielfigur und einen anderen Kampfstil als das erste Video. Im ersten Video stand der Paladin mit seinen heiligen Lichtangriffen im Mittelpunkt. Das zweite Video zeigt eine Figur mit blutroter Farbgestaltung, Beschwörungsfähigkeiten und einem völlig anderen Spielrhythmus – das deutet klar auf den Hexenmeister hin.
Die neue Region Skovos: Was das Spielmaterial zeigt
Skovos ist die neue spielbare Region in Lord of Hatred. Das Spielmaterial zeigt eine abwechslungsreiche Landschaft, die sich während der 21 Minuten mehrfach deutlich verändert. Diese Vielfalt ist kein Zufall: Sie spiegelt die geografische Größe und den spielerischen Ehrgeiz der Erweiterung wider.
Drei verschiedene Umgebungstypen lassen sich im Spielmaterial klar unterscheiden. Verlassene Küstenabschnitte mit gestrandeten Schiffen bilden den Einstieg. Dann folgen uralte Ruinen, die von einer tiefen Geschichte durchzogen sind. Am Ende des Materials zeigen sich finstere, drückende Sumpfgebiete.
Diese Abwechslung hat direkte Auswirkungen auf das Kampfgeschehen. Offene Gebiete ermöglichen ausgedehnte Massengefechte. Enge, verwinkelte Umgebungen erzwingen taktisches Positionieren. Das Spieltempo wechselt dadurch natürlich zwischen schnellem Ansturm und durchdachtem Vorgehen.
Die offizielle Spielbeschreibung von Blizzard fasst Skovos so zusammen: Die Region ist der uralte Geburtsort der Erstgeborenen-Zivilisation und die frühere Heimat von Lilith und Inarius. Heute herrschen dort das Orakel und die Amazonenkönigin. Der Bereich erstreckt sich vom vulkanischen Westen über Wälder im Osten bis hin zu versunkenen Ruinen und überfluteten Küstenabschnitten.
Die gezeigte Spielfigur: Warum alles auf den Hexenmeister hindeutet
Im 21-Minuten-Video ist die gespielte Klasse nicht offiziell genannt. Dennoch liefert das Spielmaterial eindeutige Hinweise, welche der beiden neuen Klassen hier eingesetzt wird.
Das Bildschirmgeschehen ist von einer tiefen Dunkelrotem Farbpalette dominiert. Fähigkeiten beschwören Wesen direkt aus dem Boden. Zahlreiche Entitäten bevölkern gleichzeitig den Bildschirm. Der Kampfrhythmus entsteht durch das Verwalten dieser Beschwörungen – Dämonen werden eingesetzt, genutzt und dann ersetzt.
Das Doppelressourcensystem des Hexenmeisters – Zorn und Dominanz – beschreibt diesen Spielfluss präzise: Zorn treibt zerstörerische Fähigkeiten an, Dominanz ermöglicht die Kontrolle über Dämonen. Die gezeigte Spielweise passt dazu exakt: direkte Beschwörung, Kontrolle über mehrere Einheiten und ein Kampfrhythmus, der auf dem Verwalten dieser Beschwörungen basiert.
Der Hexenmeister besitzt vier Spielstilausrichtungen, die ab Stufe 30 über ein Seelensplitter-System gewählt werden:
- Legion: Beschwört Schwärme an Dämonen als Kanonenfutter zur Überflutung des Schlachtfelds
- Vorhut: Verwandelt sich in eine monströse Kampfmaschine an der Frontlinie
- Drahtzieher: Beherrscht das Schlachtfeld durch Unterdrückung und Schattenkunst
- Ritualist: Webt Verderben durch blutgezeichnete Riten und katastrophale Flüche
Raheir – der Begleiter im Spielmaterial
Eine der auffälligsten Details im 21-Minuten-Video ist die anhaltende Präsenz eines Begleiters namens Raheir. Dieser erscheint nicht als gelegentliche Nebengeschichte, sondern als aktiver Kampfteilnehmer, der über die gesamten 21 Minuten präsent bleibt.
Raheir drängt immer wieder an die Frontlinie. Er trägt einen großen Schild und aktiviert defensive Lichteffekte. Sein Kampfstil ergänzt den beschwörungsorientierten Spielstil der gezeigten Figur: Während Dämonen angreifen, übernimmt Raheir Schutzaufgaben.
Diese Darstellung erinnert an das Söldnersystem aus Diablo II und das Söldnerfeature aus der ersten Erweiterung Vessel of Hatred. Es deutet darauf hin, dass Raheir mehr als eine reine Handlungsfigur ist – möglicherweise Teil eines tieferen Begleiter- oder Söldnersystems.
Der Vergleich: Das zwölfminütige Paladin-Video und das 21-Minuten-Video
Beide Gameplay-Videos stellen gemeinsam eine umfassende Einführung in die neuen Spielmöglichkeiten von Lord of Hatred dar. Ihre Gegenüberstellung macht die Bandbreite der Erweiterung besonders deutlich.
| Merkmal | 12-Minuten-Video (Paladin) | 21-Minuten-Video (Hexenmeister) |
| Erscheinungsdatum | 8. April 2026 | ca. 10. April 2026 |
| Gezeigte Klasse | Paladin (offiziell bestätigt) | Hexenmeister (nicht offiziell bestätigt) |
| Farbpalette | Strahlendes, himmlisches Weiß und Gold | Tiefes Dunkelrot, höllische Töne |
| Kampfstil | Nahkampf mit göttlichem Licht, Auren | Beschwörung, Kontrolle, Dämonenkommando |
| Begleiter sichtbar | Ja | Raheir – dauerhaft aktiv |
| Gezeigter Bereich | Beginn der Skovos-Reise | Küste, Ruinen, Sumpfgebiete |
| Höhepunkt | Bosskampf am Reisebeginn | Variierende Umgebungen, Großgefechte |
Alle bestätigten Fakten zu Lord of Hatred auf einen Blick
| Merkmal | Details |
| Offizieller Titel | Diablo IV: Lord of Hatred |
| Entwickler und Herausgeber | Blizzard Entertainment |
| Erscheinungsdatum | 28. April 2026 |
| Plattformen | PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S |
| Standardausgabe | 39,99 EUR |
| Erweiterungsausgabe (Deluxe) | 59,99 EUR |
| Ultimalausgabe (Ultimate) | 89,99 EUR |
| Neue Region | Skovos-Inseln |
| Neue Klassen | Paladin + Hexenmeister |
| Neue Maximalstufe | 70 (zuvor 60) |
| Neue Qualstufen | 12 (zuvor 4) |
| Talisman-System | Nach Kampagnenabschluss freigeschaltet |
| Horadrimwürfel | Werkzeug zur Gegenstandsumwandlung |
| Beutefilter | Neues Filter-System für gefundene Gegenstände |
| Kriegspläne | Neues Endspiel-Fortschrittssystem |
| Echo des Hasses | Endloskampfmodus gegen Dämonenhorden |
| Voraussetzung | Diablo IV-Basisspiel erforderlich |
Was das Spielmaterial über Skovos hinaus andeutet
Das 21-Minuten-Spielmaterial zeigt mehr als nur eine neue Landschaft. Es liefert Hinweise darauf, wie Lord of Hatred den gesamten Spielfluss von Diablo IV verändern wird.
Die Region Skovos wirkt deutlich kompakter als Nahantu aus der ersten Erweiterung Vessel of Hatred. Dennoch besitzt sie laut ersten Testberichten eine deutlich stärkere eigene Identität. Jede der Inseln hat eine völlig andere Atmosphäre – von mediterranen Küsten über dichte Wälder bis hin zu aktiven Vulkanen.
Die Feindtypen passen zur Spielwelt. Meerestief inspirierte Gegner tauchen auf – sirenenartige Wesen, riesige Meeresungeheuer und schuppenbedeckte Kreaturen, die das Ozeangebiet seiner Welt nutzen. Das erzeugt laut Fachpresse ein ökologisches Gefühl: Die Feinde könnten nur in dieser spezifischen Umgebung existieren.
Ein kleineres, aber beachtetes Detail im Spielmaterial: Das gezeigte Reittier hat ein düsteres, höllisches Erscheinungsbild, das zur beschwörungsorientierten Ästhetik des Hexenmeisters passt. Ob es sich um ein kosmetisches Sonderangebot der Erweiterung oder ein Spielzeugreittier handelt, ist bisher nicht offiziell bestätigt.
Häufige Fragen zum IGN-Spielmaterial und zu Skovos
Der Spielstil im Video basiert auf Massenbeschwörung, Kontrolle über mehrere Dämonen gleichzeitig und einer dunkelroten Farbgestaltung. Das stimmt genau mit der offiziellen Beschreibung des Hexenmeisters überein: ein Beherrscher verbotenen Wissens, der Dämonen seinem Willen unterwirft und die Kräfte der Hölle als Waffe einsetzt. Eine offizielle Bestätigung hat Blizzard nicht gegeben.
Skovos-Inseln sind eine von Mephisto korrumpierte Inselgruppe, die von mediterranem Klima und uralter Architektur geprägt ist. Die Region umfasst Küstenabschnitte, Wälder, Berge und Vulkane und ist laut Testberichten etwas kompakter als Nahantu. Dafür ist die innere Abwechslung und Eigenidentität deutlich höher.
Raheir ist ein aktiver Begleitcharakter, der im 21-Minuten-Spielmaterial dauerhaft an der Seite des Spielers kämpft. Er nutzt einen großen Schild und Lichtfähigkeiten und übernimmt eine Schutzrolle. Blizzard hat seinen genauen Systemcharakter – Söldner, Handlungsbegleiter oder anderes – bisher nicht offiziell erklärt.
Die Erweiterung erscheint am 28. April 2026 für PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One und Xbox Series X|S. Die Standardausgabe kostet 39,99 EUR und enthält die vollständige neue Kampagne sowie die erste Erweiterung Vessel of Hatred, falls noch nicht vorhanden. Das Basisspiel Diablo IV ist als Voraussetzung notwendig.
Ja. Das 21-Minuten-Video ist Teil der IGN-First-Reihe für April 2026. Im Rahmen dieser Reihe hat IGN unter anderem auch eine exklusive Zwischensequenz aus dem Spiel veröffentlicht. Weitere Inhalte können bis zum Erscheinungsdatum am 28. April 2026 folgen.