Ubisoft zieht einen harten Schnitt bei For Honor. Ab dem 10. September 2026 funktioniert das Kampfspiel nicht mehr auf SteamOS und anderen Linux-Systemen. Damit trifft es auch alle Besitzer eines Steam Deck direkt.
Der Publisher begründet die Sperre mit fehlenden Möglichkeiten für wirksamen Anti-Cheat-Schutz. Für viele Spieler kommt diese Nachricht überraschend, während Linux-Gaming gerade an Fahrt gewinnt.
Der Stichtag steht fest: Was ab dem 10. September passiert
Ab dem 10. September 2026 lässt sich For Honor auf Linux-Systemen nicht mehr starten. Ubisoft bestätigte den Termin offiziell im Rahmen eines Updates. Betroffen sind sowohl das Steam Deck als auch klassische Linux-Distributionen auf dem Desktop.
Wer bislang über die Kompatibilitätsschicht Proton gespielt hat, verliert damit den Zugang komplett. Der Hersteller selbst formulierte es unmissverständlich: Das Spiel wird ab diesem Datum auf dem Steam Deck schlicht nicht mehr spielbar sein. Diese Klarheit lässt wenig Interpretationsspielraum zu.
Der Grund: Anti-Cheat auf Linux funktioniert nicht zuverlässig
Ubisoft nennt einen technischen Grund für die Entscheidung. Auf Linux-Systemen lässt sich Anti-Cheat-Software nicht auf dem gleichen Niveau einsetzen wie unter Windows. Ohne tiefen Kernel-Zugriff bleibt der Schutz gegen Cheater lückenhaft.
Besonders in den kompetitiven Modi Ranked Dominion und Ranked Duel wiegt dieses Problem schwer. Deshalb entschied sich der Publisher lieber für einen kompletten Ausschluss der Plattform. Ein Sprecher erklärte dazu, dass man weiterhin an Verbesserungen arbeite. Eine Rückkehr von Linux-Support bleibt demnach denkbar, falls eine funktionierende Lösung gefunden wird.
Diese Plattformen sind betroffen
Die Sperre trifft nicht nur eine einzelne Gerätekategorie. Mehrere Systeme fallen gleichzeitig aus der Unterstützung heraus. Folgende Plattformen können For Honor ab dem 10. September nicht mehr nutzen:
- Das Steam Deck mit SteamOS als Betriebssystem
- Klassische Linux-Distributionen auf dem Desktop-PC
- Alle Geräte, die das Spiel bislang über Proton ausführen
- Handhelds von Drittherstellern, die auf SteamOS oder ähnliche Linux-Systeme setzen
Windows-Nutzer bleiben von der Änderung komplett unberührt. Auch Konsolenversionen des Spiels laufen wie gewohnt weiter. Die Einschränkung betrifft ausschließlich die Linux-Basis, unabhängig von der jeweiligen Hardware.
For Honor im Wandel: Von 2017 bis heute
For Honor erschien bereits im Jahr 2017 und feiert damit fast zehn Jahre am Markt. Seitdem erhielt das Spiel zahlreiche Inhalts-Updates und neue Kampfmodi. Die aktuelle Änderung reiht sich in eine größere Linie von Sicherheitsmaßnahmen ein. Bereits im Januar 2026 hatte Ubisoft einen Player-Protection-Plan für andere Titel vorgestellt. Diese Tabelle zeigt die wichtigsten Stationen im Überblick:
| Datum | Ereignis |
| 2017 | Erstveröffentlichung von For Honor |
| 30. Januar 2026 | Ankündigung des Player-Protection-Plans für weitere Titel |
| 1. September 2026 | Fachmedien berichten über das geplante Linux-Ende |
| 3. September 2026 | Community-Kritik an der Entscheidung wird laut |
| 10. September 2026 | Linux und SteamOS werden offiziell gesperrt |
Die Tabelle macht deutlich, wie schnell sich die Situation entwickelt hat. Zwischen erster Berichterstattung und tatsächlicher Sperre liegen nur wenige Tage. Für viele Spieler bleibt daher kaum Zeit zur Reaktion.

SteamOS 3.9 zeigt wie weit Linux-Gaming gekommen ist
Während Ubisoft die Tür schließt, macht die Konkurrenz auf der technischen Seite große Fortschritte. Am 29. August 2026 erschien die Vorschau-Version von SteamOS 3.9. Sie basiert auf dem Linux-Kernel 7.2 und bringt die Desktop-Umgebung Plasma 6.7.3 mit. Zusätzlich führt die neue Version eine vorläufige Unterstützung für den Ruhezustand ein. Diese Fortschritte zeigen, dass Linux als Spieleplattform stetig reifer wird.
Genau deshalb wirkt die Entscheidung von Ubisoft für viele Nutzer wie ein Rückschritt. Ein Vorteil bei der Rechenleistung wurde ebenfalls schon gemessen, etwa bei tragbaren Handhelds. Solche Zahlen unterstreichen, warum die Sperre bei der Community auf Unverständnis trifft.
Zahlen und Fakten im Überblick
Um die Situation besser einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Kennzahlen. Diese Übersicht fasst die zentralen Fakten zusammen:
| Kennzahl | Wert |
| Stichtag der Sperre | 10. September 2026 |
| Alter von For Honor | rund 9,5 Jahre |
| Aktuelle SteamOS-Version | 3.9 (Vorschau) |
| Verwendeter Linux-Kernel | Version 7.2 |
| Desktop-Umgebung | Plasma 6.7.3 |
| Gemessener Leistungszuwachs | 32 Prozent gegenüber Windows 11 auf einem Handheld |
Diese Werte verdeutlichen den Kontrast zwischen technischem Fortschritt und restriktiver Software-Politik. Während die eine Seite an Verbesserungen arbeitet, schließt die andere Seite bestehende Möglichkeiten aus.
Die Community reagiert mit Kritik
Bereits am 3. September 2026 wurde deutliche Kritik aus der Spielerschaft laut. Viele Nutzer empfinden die Entscheidung als Rückschlag für Linux-Gaming insgesamt. Besonders ärgerlich wirkt die Sperre für Menschen, die gezielt in Hardware investiert haben.
Wer sein Steam Deck mit einer größeren Speicherkarte aufgerüstet hat, um Platz für Ubisoft-Spiele zu schaffen, steht nun vor einem Problem. Die Hardware funktioniert einwandfrei, doch die Software verweigert den Zugang. Folgende Kritikpunkte tauchen in Diskussionen besonders häufig auf:
- Der Zeitpunkt wirkt kurzfristig und lässt wenig Vorbereitungszeit
- Andere Publisher lösen ähnliche Anti-Cheat-Probleme ohne komplette Sperren
- Die Entscheidung passt nicht zum wachsenden Trend hin zu Linux-Handhelds
- Investitionen in Hardware werden durch Software-Entscheidungen entwertet
Trotz der Kritik bleibt Ubisoft bei seinem Kurs. Der Publisher verweist weiterhin auf die Sicherheit der kompetitiven Modi als oberste Priorität.
Was bedeutet das für Steam-Deck-Besitzer
Für alle, die ihr Steam Deck aktiv für For Honor nutzen, ändert sich ab dem 10. September einiges. Der einfachste Ausweg besteht im Wechsel auf ein Windows-Gerät. Wer kein zweites System besitzt, verliert vorerst den Zugang zum Spiel komplett. Folgende Optionen bleiben betroffenen Spielern realistisch:
- Umstieg auf einen Windows-PC oder eine Windows-Konsole für dieses Spiel
- Vorübergehender Verzicht auf For Honor, bis eine mögliche Lösung erscheint
- Beobachtung offizieller Ankündigungen zu einer eventuellen Wiedereinführung
- Nutzung des Steam Deck weiterhin für andere, kompatible Titel
Wichtig bleibt der Hinweis von Ubisoft selbst. Der Publisher schließt eine Rückkehr des Linux-Supports nicht komplett aus. Sollte eine funktionierende Anti-Cheat-Lösung entstehen, könnte die Plattform erneut geöffnet werden. Ein konkreter Zeitpunkt dafür existiert derzeit jedoch nicht.
Wird das zum Muster für weitere Ubisoft-Titel?
Diese Frage lässt sich aktuell nicht eindeutig beantworten. Bestätigt ist bislang ausschließlich die Sperre für For Honor. Allerdings passt die Entscheidung zu einer generellen Verschärfung der Sicherheitsstrategie des Publishers. Bereits im Januar 2026 wurden ähnliche Schutzpläne für einen anderen großen Multiplayer-Titel vorgestellt.
Ob daraus auch Linux-Sperren für weitere Spiele folgen, bleibt derzeit unbestätigt. Spekulationen dazu kursieren zwar in verschiedenen Foren, offizielle Aussagen dazu liegen aber nicht vor. Spieler anderer Ubisoft-Titel auf Linux-Basis sollten die Entwicklung dennoch im Blick behalten.
Linux-Spieler brauchen jetzt einen klaren Plan
Die Sperre ab dem 10. September trifft eine wachsende Zahl von Nutzern hart. Gerade weil SteamOS mit Version 3.9 technisch große Schritte macht, wirkt der Rückschritt bei For Honor besonders unpassend. Wer weiterhin auf Ritter, Samurai und Wikinger im Kampfspiel setzen möchte, braucht ab diesem Datum ein Windows-System.
Alle anderen Titel im eigenen Steam-Deck-Katalog bleiben davon unberührt. Am sinnvollsten ist es, die eigene Spielbibliothek jetzt zu prüfen und Alternativen für den 10. September einzuplanen.
Häufig gestellte Fragen
Die Sperre greift ab dem 10. September 2026. Ab diesem Datum lässt sich das Spiel auf SteamOS und anderen Linux-Systemen nicht mehr starten. Windows- und Konsolenversionen bleiben davon unberührt.
Der Publisher nennt fehlenden Anti-Cheat-Schutz als Hauptgrund. Auf Linux fehlt der tiefe Systemzugriff, den Schutzsoftware unter Windows nutzt. Besonders in Ranglisten-Modi wiegt dieses Problem für Ubisoft schwer.
Ja, das Steam Deck ist direkt betroffen, da es auf SteamOS basiert. Besitzer eines Steam Deck können For Honor ab dem 10. September nicht mehr spielen. Andere kompatible Titel bleiben davon unberührt.
Ubisoft schließt eine Rückkehr nicht aus. Der Publisher erklärte, weiterhin an besseren Anti-Cheat-Lösungen zu arbeiten. Ein konkreter Termin für eine mögliche Wiedereinführung steht derzeit nicht fest.
Bislang bestätigte Ubisoft die Sperre ausschließlich für For Honor. Ob weitere Titel folgen, ist derzeit nicht offiziell bekannt. Spieler sollten künftige Ankündigungen des Publishers im Blick behalten.