Update 1.5 für Hell Let Loose: Vietnam ist seit dem 16. September 2026 verfügbar. Es bringt den lizenzierten Bell UH-1 Iroquois, zwei neue Gewehre und erstmals Musik aus dem Bordfunk. Dazu kommen über 100 Korrekturen und die erste große Anpassung am Waffenarsenal.
Was im Update steckt
Für Expression Games und Team17 ist das der erste große Nachschub seit dem Start des Ablegers. Entsprechend umfangreich fällt die Liste aus. Neben dem Helikopter betreffen die Änderungen fast jeden Bereich des Spiels.
| Neuerung | Details |
| Bell UH-1 Iroquois | lizenzierter Helikopter, ersetzt das bisherige Modell |
| Neue Waffen | M14 für die US Streitkräfte, Type 56 SKS für die NVA |
| Musik im Helikopter | zeitgenössische Stücke über das Bordradio |
| Balance | erste Anpassung des Arsenals aus dem Startbestand |
| Korrekturen | mehr als 100 Fehlerbehebungen und Verbesserungen |
| Verfügbar für | PC, PlayStation 5, Xbox Series |
Zur Einordnung: Hell Let Loose: Vietnam erschien Anfang 2026 als eigenständiger Ableger der Reihe. Gespielt wird in Partien mit bis zu 100 Teilnehmern, aufgeteilt in feste Gruppen mit klaren Rollen. Ohne Absprache läuft dort wenig.
Ein Hinweis vorab: Der Taktikschütz trägt eine Einstufung ab 18 Jahren. Er richtet sich damit ausdrücklich an erwachsene Spieler, nicht an jüngere Leser.
Der Huey ersetzt das Fantasiemodell
Bisher flog in Hell Let Loose: Vietnam ein erfundener Helikopter. Genau das ändert sich jetzt, denn das Studio hat mit dem Hersteller Bell zusammengearbeitet. Herausgekommen ist eine originalgetreue Umsetzung der UH-1 Iroquois, im Sprachgebrauch nur Huey genannt.
Der Zweck bleibt derselbe wie zuvor. Du transportierst ganze Gruppen quer über die Karte und setzt sie an einem Landepunkt ab. Dieser schnelle Weg in den Kampf unterscheidet den Ableger deutlich vom Vorbild aus dem Zweiten Weltkrieg.
Am Flugverhalten schraubten die Entwickler ebenfalls. Abstürze laufen jetzt glaubwürdiger ab, und bei Berührung mit Bäumen oder Gebäuden gibt es Geräusche samt sichtbarem Effekt. So merkst du früher, wenn dein Rotor gefährlich nah an ein Hindernis kommt.
Neue Anzeigen für Pilot und Copilot
Wer vorn sitzt, bekommt zusätzliche Symbole im Sichtfeld. Sie zeigen den Zustand von Nachschubabwürfen, der Einstiegsmöglichkeit für Mitspieler, der automatischen Lagekorrektur, des Radios und der Reparaturen.
Dazu kommt ein Warnsignal bei Beschädigung. Die Munition des M60 stieg von 400 auf 500 Schuss, und die Bordwaffen beschädigen nun auch Tunnel. Beides verschiebt die Rolle des Helikopters spürbar in Richtung Unterstützung.
Musik aus dem Bordfunk
Die ungewöhnlichste Neuerung ist ein Radio im Cockpit. Darüber laufen Stücke, die zur Zeit des Krieges passen. Hörbar sind sie nicht nur für die Besatzung.
Fliegt ein Huey über das Schlachtfeld, hören auch Spieler am Boden die Musik. Das gilt ausdrücklich für beide Seiten. Ein anfliegender Helikopter kündigt sich damit akustisch an, lange bevor du ihn siehst.
Spielerisch ist das reizvoller, als es klingt. Wer sich anschleichen will, verzichtet besser auf den Soundtrack. Wenn man dagegen Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, dreht auf und lenkt gegnerische Schützen ab.
Wer die Musik nicht hören will
Das Studio hat an alle gedacht, die keine Lust auf Begleitmusik haben. Die Wiedergabe lässt sich abschalten, was besonders für Streamer wichtig ist. Musikrechte führen dort schnell zu gesperrten Aufnahmen.
Eine Liste der verwendeten Stücke hat Team17 ebenfalls veröffentlicht. Die Auswahl orientiert sich an den Jahren des Krieges. Wer wissen will, was im Cockpit läuft, findet sie über die offiziellen Kanäle des Spiels.
Zwei neue Waffen für beide Seiten
Die zweite große Ergänzung betrifft die Bewaffnung. Beide Parteien erhalten je ein Gewehr, das die Gemeinschaft seit der Ankündigung fordert.
Die US Streitkräfte bekommen das M14, ein halbautomatisches Gewehr mit kräftigem Kaliber. Es schließt die Lücke zwischen Sturmgewehr und Scharfschützenwaffe. Auf mittlere Distanz spielt es seine Stärken aus.
Die NVA erhält im Gegenzug das Type 56 SKS. Es feuert ebenfalls halbautomatisch und gilt als zuverlässig, allerdings mit kleinerem Magazin. Damit erhalten beide Seiten eine Waffe für Spieler, die lieber gezielt schießen als aus der Hüfte.
Interessant ist die Wahl der Modelle. Beide Waffen standen in der Gemeinschaft ganz oben auf der Wunschliste, weil sie den Krieg technisch gut abbilden. Das M14 diente den US Truppen als Standardgewehr, bevor das M16 übernahm.
Beide Gewehre sind keine reinen Sammlerstücke. Sie tauchen in den regulären Ausrüstungssätzen auf und stehen dir ohne Zusatzkauf zur Verfügung.
Die erste Anpassung am Waffenarsenal
Seit dem Start beschwert sich die Gemeinschaft über einzelne Waffen aus dem Grundbestand. Mit Update 1.5 reagiert das Studio erstmals umfassend darauf.
Gerade bei einem Spiel mit halbautomatischen Gewehren entscheidet jeder Wert über Sieg oder Niederlage. Ein Treffer zu viel oder zu wenig verschiebt ganze Gefechte.
Diese Bereiche hat das Team überarbeitet:
- Werte der Waffen aus dem Startbestand
- Verhalten und Bewaffnung des Helikopters
- Befehle des Kommandanten
- Einstiegspunkte und Wiedereinstieg nach dem Tod
- Darstellung auf der taktischen Karte
Betroffen sind ausdrücklich die Waffen, die seit dem Start im Spiel sind. Neue Modelle bleiben zunächst außen vor, sie sollen sich erst im Alltag beweisen.
Konkrete Zahlen zu jeder einzelnen Waffe nennt das Studio in seinem vollständigen Änderungsprotokoll. Klar ist die Richtung: Es handelt sich um eine erste Runde, keine endgültige Abstimmung. Weitere Anpassungen dürften folgen, sobald genug Daten aus den Partien vorliegen.
Über 100 Korrekturen im Detail
Der unspektakulärste Teil des Updates ist für den Alltag der wichtigste. Mehr als hundert Fehlerbehebungen stecken im Paket.
Diese Punkte fallen im Spiel sofort auf:
- Die Rangliste ist jetzt direkt vom Bildschirm nach dem Tod erreichbar
- Das Symbol für Verwundete verschwindet nach der Heilung zuverlässig
- Die taktische Karte zeigt gefallene Mitspieler mit eigenen Symbolen
- Zerstörte Boote bleiben nicht mehr sichtbar auf dem Wasser
- Mit dem Gamepad bleibt die Auswahl beim Wiedereinstieg im Fokus
Auffällig ist der Schwerpunkt auf der Bedienung. Viele Korrekturen betreffen Anzeigen, Karten und das Verhalten mit dem Gamepad, also genau die Punkte, über die Konsolenspieler seit dem Start klagten.
Dazu kommen zahlreiche Änderungen an der Stabilität. Eine Kombination aus vier gleichzeitig gedrückten Tasten konnte dich beim Wiedereinstieg blockieren, auch das ist behoben. Für ein Spiel mit 100 Teilnehmern pro Partie zählen solche Kleinigkeiten mehr als jede neue Waffe.
Kostenlose Uniform und der Fahrplan bis Jahresende
Zum Start der Aktualisierung gibt es ein Geschenk. Wer sich während der Laufzeit von Update 1.5 anmeldet, erhält eine Pilotenuniform kostenlos. Später wandert sie in den Verkauf, dann kostet sie Geld. Ein Datum für diesen Wechsel nennt Team17 nicht, deshalb lohnt eine kurze Anmeldung in den nächsten Tagen.
| Update | Geplante Inhalte |
| 2.0 | Karte Khe Sanh, Streitkräfte der Verbündeten mit ANZAC Einheiten |
| 3.0 | Karte Rung Sat, Transportpanzer für beide Seiten, vier neue Waffen |
Wichtig dabei: Die Uniform ist rein optisch und bringt keinerlei Vorteil im Gefecht. Wer sie verpasst, verliert also nichts außer einem Aussehen.
Die genannten Inhalte stammen aus dem offiziellen Fahrplan vom August. Termine hat das Studio dafür bislang nicht genannt. Angekündigt ist außerdem ein System für Bataillone, zu dem ebenfalls Details fehlen.
Auffällig bleibt das Tempo. Nach über 500 Korrekturen im August folgt nun der erste echte Inhalt, und zwar innerhalb weniger Wochen.
Ein Helikopter, der das Spiel verändert
Der Huey ist mehr als ein hübsches Modell mit Lizenzstempel. Er verändert, wie Gruppen über die Karte kommen, und genau darin lag bisher die größte Schwäche des Ablegers. Lange Fußmärsche kosteten Minuten, ohne dass etwas passierte. Wenn du zwölf Leute in wenigen Sekunden an einem Punkt absetzen kannst, sieht jede Verteidigung anders aus.
Die Musik halten wir dagegen für eine kleine Spielerei mit erstaunlicher Wirkung. Ein Helikopter, den du hörst, bevor du ihn siehst, ist taktisch eine Ansage. Dass sich die Wiedergabe abschalten lässt, war eine kluge Entscheidung.
Gut gefällt uns außerdem, dass das Studio erst aufgeräumt und dann erweitert hat. Über 500 Korrekturen im August waren die Grundlage dafür, dass dieser Inhalt überhaupt stabil laufen kann.
Skeptisch bleiben wir bei der Balance. Eine erste Anpassung nach mehreren Monaten wirkt spät, gerade bei einem Spiel, das von präzisen Feuergefechten lebt. Ob die neuen Gewehre das Gleichgewicht verbessern oder stören, zeigt sich erst in den kommenden Wochen auf vollen Servern.
Häufige Fragen zu Update 1.5
Nein, die Aktualisierung ist für alle Besitzer kostenlos. Auch die neuen Waffen und der Helikopter stehen ohne Zusatzkauf bereit. Lediglich die Pilotenuniform wandert später in den Verkauf.
Hell Let Loose: Vietnam erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series. Update 1.5 steht auf allen drei Systemen bereit. Ältere Konsolen werden nicht unterstützt.
Ja, das geht in den Einstellungen des Spiels. Gedacht ist die Möglichkeit vor allem für Streamer, die Probleme mit Musikrechten vermeiden wollen. Andere Spieler hören den Bordfunk trotzdem weiter.
Die US Streitkräfte erhalten das M14, die NVA das Type 56 SKS. Beide feuern halbautomatisch und eignen sich für gezielte Schüsse auf mittlere Distanz. Sie stecken in den regulären Ausrüstungssätzen.
Der Fahrplan nennt die Karte Khe Sanh samt Einheiten der Verbündeten für Update 2.0. Danach folgen Rung Sat, Transportpanzer und vier weitere Waffen. Konkrete Termine hat das Studio bisher nicht veröffentlicht.