Startseite » Kingmakers: 10 Minuten Gameplay aus dem Mittelalter

Kingmakers: 10 Minuten Gameplay aus dem Mittelalter

tinyBuild hat am 14. September 2026 Trailer zu 16 Spielen gezeigt. Im Mittelpunkt stand Kingmakers mit einem zehnminütigen Blick ins Spielgeschehen. Erstmals zeigte Redemption Road dabei den Strategiemodus, den Aufbau eigener Dörfer und den Koop für vier Spieler.

Der Deep Dive: Was auf der Showcase lief

Die Veranstaltung hieß tinyBuild Connect und fand rein digital statt. Der Herausgeber feierte damit sein fünfzehntes Jahr im Geschäft. Statt langer Gespräche auf der Bühne setzte tinyBuild diesmal auf Spielszenen.

Kingmakers bekam den längsten Auftritt des Abends. Angekündigt war ein Beitrag von zehn Minuten, das veröffentlichte Video läuft sogar etwas länger. Gezeigt wurden Kämpfe aus der Schulterperspektive, Ausschnitte der Geschichte und erstmals die strategische Ebene.

Angabe Stand vom 15. September 2026
Entwickler Redemption Road
Herausgeber tinyBuild
Plattform PC über Steam
Erscheinungstermin nicht genannt
Frühzugang angekündigt, ohne Datum
Spieltest Anmeldung auf der Steamseite offen

Ein Termin fehlt weiterhin komplett. Das Spiel soll in den Frühzugang starten, wann genau bleibt offen. Immerhin kannst du dich für einen Spieltest bewerben.

Für tinyBuild war der Abend ungewöhnlich groß. Nach eigenen Angaben handelte es sich um die bisher umfangreichste Ausgabe der Reihe. Neben Kingmakers liefen zwei Enthüllungen und mehrere Neuigkeiten zu Titeln, die kurz vor dem Start stehen.

Die Prämisse: 1403 in Wales mit modernem Gepäck

Die Grundidee klingt wie ein Scherz, ist aber ernst gemeint. Du reist ins Jahr 1403 zurück und landest mitten im walisischen Aufstand gegen England. An deiner Seite kämpft Owain Glyndŵr, eine historische Figur aus dieser Zeit.

Dein Vorteil gegenüber Rittern und Bogenschützen ist gewaltig. Du bringst Schusswaffen, Fahrzeuge und sogar Luftunterstützung aus der Gegenwart mit. Der Reiz entsteht aus dem Zusammenprall beider Welten. Eine Reiterschar wirkt bedrohlich, bis ein Geländewagen mit Raketenwerfer davorsteht. Historisch korrekt ist daran natürlich nichts, und das Studio behauptet es auch nicht.

Wie du an moderne Waffen kommst

Hier steckt die eigentliche Fortschrittsidee. Du sammelst Rohstoffe in der Vergangenheit und schickst sie in die Zukunft. Im Gegenzug kommt Nachschub zurück, also neue Waffen und Fahrzeuge.

Wie mächtig dein Auftritt ausfällt, hängt damit direkt an deiner Wirtschaft. Wer gut haushaltet, ruft irgendwann einen Luftangriff auf anrückende Reiter. Wer schlecht wirtschaftet, steht mit einer Pistole vor einem Burgtor.

Zwei Spiele in einem: Schlacht und Strategie

Die größte Neuigkeit betrifft die Kameraperspektive. Bisher kannte man Kingmakers als Spiel aus der Schulterperspektive. Jetzt bestätigt das Studio einen zweiten Blickwinkel von oben, also eine echte Strategieansicht.

Beide Ebenen laufen in Echtzeit nebeneinander:

  • Du kämpfst zu Fuß oder im Fahrzeug mitten in der Schlacht
  • Per Knopfdruck wechselst du in die Draufsicht und befiehlst deine Truppen
  • Anschließend springst du zurück nach unten und kämpfst weiter

Nötig wurde das durch die Größe der Gefechte. Redemption Road spricht von bis zu 10.000 Soldaten in einer einzigen Schlacht. Dazu kommen Burgen und Dörfer im Maßstab eins zu eins. Ohne Übersicht von oben verlierst du in solchen Massen schlicht den Faden.

Wichtig dabei: Die Befehlsebene gilt laut Studio nicht nur für Gefechte. Sie zieht sich durch die gesamte Kampagne, inklusive Landkarte mit dem Stand des Aufstands. Dort siehst du, welche Gebiete dir gehören und wo gerade gekämpft wird.

Damit verschiebt sich das ganze Spiel. Aus einem Actiontitel mit Zeitreise wird ein Feldzug, den du planen musst.

Aufbau: Dörfer erobern, Burgen ausbauen

Der zweite große Punkt überrascht bei einem Spiel über Explosionen. Eroberte Dörfer und Burgen darfst du anschließend ausbauen. Du verwaltest Bauern, Rohstoffe und die Stimmung deiner Leute.

Diese Verwaltung läuft sowohl aus der Ferne als auch direkt vor Ort. Vom Schlachtfeld aus triffst du also Entscheidungen für dein Hinterland. Der Ansatz erinnert an klassische Mittelalterspiele mit Heeresverwaltung, nur mit Sturmgewehr im Gepäck. Wer gern Karten anschaut und Vorräte plant, bekommt hier also mehr als eine Nebenbeschäftigung.

Warum begehbar und zerstörbar heikel ist

Ein Detail sticht besonders heraus. Jedes Gebäude, das du in der Draufsicht setzt, existiert anschließend vollständig in der Welt. Du kannst es betreten, und du kannst es zerstören.

Das klingt beeindruckend und ist technisch enorm anspruchsvoll. Genau an solchen Versprechen scheitern ambitionierte Projekte regelmäßig. Ob die Technik das in großen Schlachten trägt, muss der Spieltest zeigen. Ein zerstörtes Dorf sieht im Trailer spektakulär aus, kostet aber Rechenleistung.

Koop für vier Spieler mit eigenen Armeen

Gemeinsames Spielen war schon länger angekündigt, blieb aber vage. Der Deep Dive liefert nun Details, und die klingen durchdacht.

  • Bis zu vier Personen spielen zusammen
  • Jeder befehligt seine eigene Armee statt derselben Truppen
  • Der Einstieg funktioniert jederzeit, auch mitten in der Kampagne
  • Aussteigen geht ebenso, ohne den Spielstand zu zerstören

Der Punkt mit den getrennten Armeen löst ein bekanntes Ärgernis. In vielen Strategiespielen streiten Mitspieler um dieselben Einheiten. Hier entscheidet jeder selbst, wie eng die Gruppe zusammenarbeitet.

Auftragsarten gibt es ebenfalls schon zu sehen. Genannt werden das Begleiten von Adligen, Belagerungen von Burgen und der Aufbau einer Nahrungsversorgung. Letzteres zielt auf die Stimmung in Dörfern, die dadurch zu dir überlaufen.

Wie du ein Ziel erreichst, bleibt dabei dir überlassen. Entweder kämpfst du dich Schritt für Schritt durch ein Burgtor, oder du sprengst es einfach weg. Diese Freiheit dürfte für viele der eigentliche Reiz sein.

Entwicklungsstand: deutlich weiter als zuletzt

Bewertungen zum Stand der Arbeiten fallen unterschiedlich aus. Einig sind sich Beobachter darin, dass das Projekt runder wirkt als bei früheren Auftritten. Die gezeigten Szenen laufen flüssig, trotz der Massen an Einheiten.

Trotzdem bleibt Vorsicht angebracht. Kingmakers wurde bereits 2024 mit einem Frühzugang in Aussicht gestellt, der bis heute aussteht. Ein neuer Termin fehlt auch nach diesem Auftritt.

Diese Punkte sind weiterhin offen:

  • Termin: Weder ein Datum noch ein Quartal für den Frühzugang
  • Preis: Für Deutschland liegt keine Angabe vor
  • Umfang: Wie lang die Kampagne ausfällt, blieb unerwähnt
  • Konsolen: Bislang ist ausschließlich vom PC die Rede

Immerhin kannst du dich selbst überzeugen. Die Anmeldung für den Spieltest läuft über die Seite des Spiels bei Steam. Eine Zusage bekommt allerdings nicht jeder, die Plätze sind begrenzt.

Technisch setzt Redemption Road weiterhin auf eine ältere Fassung der Unreal Engine. Das klingt altmodisch, ergibt bei diesen Massen an Einheiten aber Sinn, weil das Team die Werkzeuge genau kennt.

Die anderen 15 Spiele des Abends

Kingmakers stand im Rampenlicht, allein blieb es aber nicht. tinyBuild kündigte zwei neue Projekte an und zeigte Neuigkeiten zu bekannten Titeln. Der Schwerpunkt lag auf Spielen kurz vor dem Start oder vor größeren Aktualisierungen. Das Horrorspiel Road to Jukai lief dabei unter neuem Namen, vorher hieß es Silent Road.

Titel Neuigkeit
Road to Jukai Horrorspiel um einen Taxifahrer in der Nachtschicht, geplant für 2027
The Crab is Walking Aufbauspiel mit Zufallselementen, Siedlungen wachsen auf Riesenkrebsen
Graveyard Keeper 2 Neue Demofassung veröffentlicht
The Lift Frischer Trailer zur Geschichte
SAND: Raiders of Sophie Ausblick auf kommende Inhalte

Dazu kamen ein Konsolenstart für den Dinosaurierschütz Ferocious und eine Erweiterung für das Rollenspiel Of Ash and Steel. Auch eine Andeutung zu einem neuen Teil der Hello Neighbor Reihe fiel an diesem Abend.

Auffällig ist die Bandbreite. Zwischen Horror, Aufbau und Verwaltung liegt kaum ein gemeinsamer Nenner. Genau diese Mischung pflegt der Herausgeber seit Jahren, und sie hat schon mehrfach unerwartete Erfolge hervorgebracht.

Ein irres Konzept, das plötzlich machbar wirkt

Lange klang Kingmakers nach einer Idee, die niemand zu Ende bauen kann. Zehntausend Soldaten, zerstörbare Burgen und ein Wechsel zwischen zwei Genres in Echtzeit sind eine Ansage. Nach diesem Auftritt trauen wir dem Studio deutlich mehr zu als vor einem Jahr.

Unsere Begeisterung hat trotzdem Grenzen. Ein Video aus der Hand des Herausgebers zeigt immer den besten Fall. Wie sich die Technik mit vollen Schlachtfeldern und vier Mitspielern schlägt, weiß derzeit niemand von außen.

Am meisten überzeugt uns die Verbindung der Ebenen. Ein Spiel, in dem deine Wirtschaft darüber entscheidet, ob du mit Pistole oder Luftangriff angreifst, gibt es in dieser Form kaum.

Deshalb lautet unser Rat: Melde dich für den Spieltest an, statt auf einen Termin zu warten. Wer Mittelalterschlachten mag und über den Zusammenprall mit moderner Technik lachen kann, findet hier vermutlich sein nächstes Lieblingsspiel. Nur planen solltest du bis auf Weiteres nichts.

Häufige Fragen zu Kingmakers

Wann erscheint Kingmakers?

Einen Termin gibt es weiterhin nicht. Redemption Road spricht von einem baldigen Start im Frühzugang, ohne Datum oder Quartal. Auch nach dem Auftritt bei tinyBuild Connect blieb dieser Punkt offen.

Für welche Plattformen ist das Spiel geplant?

Bisher ist ausschließlich vom PC über Steam die Rede. Fassungen für PlayStation oder Xbox hat das Studio nicht angekündigt. Ob sie später folgen, ist unklar.

Kann ich Kingmakers schon ausprobieren?

Ja, allerdings nur mit etwas Glück. Über die Steamseite kannst du dich für einen Spieltest bewerben. Eine Zusage erhält nicht jeder, und der Zeitraum ist begrenzt.

Wie viele Leute kämpfen in einer Schlacht?

Das Studio nennt bis zu 10.000 Soldaten pro Gefecht. Burgen und Dörfer liegen dabei im Maßstab eins zu eins vor. Genau deshalb kam die Übersicht aus der Vogelperspektive dazu.

Gibt es einen Modus für mehrere Spieler?

Ja, die gesamte Kampagne läuft im Zusammenspiel von bis zu vier Personen. Jeder führt seine eigene Armee, Ein- und Ausstieg sind jederzeit möglich. Ein reiner Wettkampfmodus wurde nicht erwähnt.

Sag uns deine Meinung!

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.