Manchmal taucht ein Spiel auf, das auf den ersten Blick komplett verrückt klingt – und genau deshalb sofort die volle Aufmerksamkeit bekommt. MOUSE: P.I. For Hire ist so ein Fall. Das polnische Indie-Studio Fumi Games schickt einen schwarzweiß gezeichneten Maus-Privatdetektiv in die korrupteste Stadt, die je auf einem Bildschirm zu sehen war, und packt das Ganze in ein schnelles Ego-Schussspiel mit Metroidvania-Elementen, einer üppigen Waffenkiste voller Cartoon-Irrsinn und einem Original-Bigband-Jazz-Soundtrack. Das Ergebnis ist das vielleicht originellste Spiel des Frühjahrs 2026. Erscheinungsdatum: 16. April 2026.
Wer steckt hinter dem Spiel?
Fumi Games ist ein Indie-Studio aus Polen und MOUSE: P.I. For Hire ist ihr erstes veröffentlichtes Spiel. Das allein macht die Sache schon interessant – weil ein solches Erstlingswerk selten so viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, bevor es überhaupt erschienen ist. Publisher ist PlaySide Studios, ein australisches Spieleunternehmen, das sich auf die Veröffentlichung von Indie-Titeln spezialisiert hat.
Der Weg zum Erscheinungsdatum war kein gerader. Das Spiel wurde ursprünglich noch für 2025 angekündigt, dann auf März 2026 verschoben und schließlich noch einmal auf den 16. April 2026 verlegt. Der Grund laut Fumi Games: Man wollte die letzten Entwicklungswochen für den finalen Feinschliff nutzen und ein wirklich unvergessliches Erlebnis abliefern – statt um jeden Preis einen frühen Erscheinungstermin zu halten. Solche Aussagen klingen oft wie eine leere Entschuldigung, aber angesichts dessen, was bisher von MOUSE gezeigt wurde, darf man den Entwicklern zumindest den Willen zum Qualitätsanspruch glauben.
Jack Pepper – Die härteste Maus der Spielgeschichte
Im Mittelpunkt des Spiels steht Jack Pepper, ein ehemaliger Kriegsveteran, der sich nach dem Krieg als Privatdetektiv in der fiktiven Stadt Mausburg durchschlägt. Eine Welt, in der die Gefahr buchstäblich in jedem Mauseloch lauert, wie es die Entwickler selbst formulieren. Jack wird gesprochen von Troy Baker – einem der bekanntesten Synchronsprecher der gesamten Spielebranche. Baker hat unter anderem Joel in The Last of Us und Nathan Drake in Uncharted seine Stimme geliehen, und in einem Interview verriet er, dass er das Spiel bereits seit dem allerersten Teaser auf dem Radar hatte und sofort vom Film-Noir-Stil begeistert war.
Die Geschichte beginnt mit einem scheinbar harmlosen Vermisstenfall. Sehr schnell entpuppt er sich als tiefes Netz aus Entführung, Korruption und Mord. Mausburg ist eine Stadt voller schwer bewaffneter Gangster, korrupter Polizisten und finsterer Verschwörungen – dargestellt im typischen Schwarzweiß-Look der frühen Zeichentrickfilme der 1930er-Jahre. Was auf den ersten Blick wie ein Kinderspielzeug wirkt, entpuppt sich als düstere Noir-Geschichte mit echter erzählerischer Substanz.
Der Look: Handgezeichnet, schwarz-weiß und stilsicher wie kein anderes Spiel
Was MOUSE: P.I. For Hire sofort aus der Masse herausstechen lässt, ist sein visueller Stil. Alle Figuren und Feinde nutzen die sogenannte Rubber-Hose-Animation – eine Technik aus den frühen Zeichentrickfilmen, bei der Arme, Beine und Körper wie Gummischläuche wirken, weich und übertrieben beweglich. Jedes einzelne Bild wurde von Hand gezeichnet, Bild für Bild, genau so wie in den Originalproduktionen der 1930er-Jahre.
Das Spiel ist durchgehend in Schwarz-Weiß gehalten. Es gibt keine Farben, keine modernen Grafikfilter, keine 3D-Texturen im klassischen Sinne – stattdessen einen handgezeichneten 2D-Look in einer 3D-Spielwelt (sogenannte 2,5D-Umsetzung). Die Figuren bewegen sich in echten dreidimensionalen Levels, sehen aber so aus, als kämen sie direkt aus einem Zeichentrickstreifen von 1933. Das Ergebnis ist eine optische Eigenständigkeit, die kein anderes Spiel auf dem Markt bietet.
Dazu kommt ein Original-Bigband-Jazz-Soundtrack, der eigens für das Spiel komponiert wurde und die Noir-Atmosphäre perfekt unterstreicht. In den Trailern klang die Musik schon jetzt nach einem echten Höhepunkt.
Spielablauf: Ermitteln, Rennen, Schießen – und wieder von vorn
MOUSE: P.I. For Hire ist kein reines Schussspiel. Das Gameplay teilt sich in zwei Arten von Abschnitten auf: Ermittlungsphasen, in denen Jack Spuren sucht, Rätsel löst und die Geschichte vorantreibt, sowie Kampfphasen, in denen er sich durch bewaffnete Gangs kämpft, Bosskämpfe besteht und das Arsenal seines Waffenarsenals ausspielt.
Die Kampfphasen sind stark von den sogenannten Retro-Shootern der 1990er-Jahre inspiriert – also Spielen, in denen Tempo, Bewegung und Aggression im Vordergrund stehen. Stillstehen bedeutet in diesen Abschnitten meistens den schnellen Tod. Jack kann Doppelsprünge ausführen, Wände entlanglaufen und sich mit einem Greifhaken (buchstäblich aus seinem Mausschwanz gebaut) durch die Umgebung schwingen. Das Leveldesign öffnet dabei nach und nach neue Bereiche, je mehr Fähigkeiten man im Spielverlauf freischaltet – ein Konzept, das man aus dem Metroidvania-Genre kennt.
Das Spiel umfasst nach Angaben der Entwickler mehr als 20 verschiedene Level, die von dunklen Straßen über klassische Filmstudios und prunkvolle Opernhäuser bis hin zu giftigen Sümpfen und unterirdischen Abwasserkanälen reichen. Viele Geheimnisse und Sammelgegenstände laden zum Erkunden ein. Je nachdem, ob man nur der Haupthandlung folgt oder auch optionale Inhalte und Sammelgegenstände angeht, beträgt die Spielzeit 12 bis 20 Stunden.
Das Waffenarsenal: Klassisch und völlig verrückt
Ein Retro-Shooter ohne ein gutes Waffenarsenal wäre kein guter Retro-Shooter – und hier liefert MOUSE: P.I. For Hire ab. Insgesamt sind über ein Dutzend Waffen dabei, die sich grob in klassische Schusswaffen und experimentelle Cartoon-Waffen aufteilen. Hier ein Überblick der bestätigten Waffentypen:
- Klassische Schusswaffen: Tommy Gun (Maschinenpistole), Schrotflinte, Scharfschützengewehr, Dynamit, Pistolen
- Experimentelle Waffen: Terpentin-Kanone (löst Feinden buchstäblich das Fleisch von den Knochen), Kältedampf-Applikator (friert Gegner ein), MIND-D Conscious Gun (hetzt Feinde gegeneinander auf), Selbstbewusster Einstellungsveränderer (lässt Gegnerköpfe explodieren)
- Nahkampf und Sonderwerkzeug: Knochenkettensäge, Spike-D-Spinat (Nahkampf-Verstärker), Greifhaken
Die experimentellen Waffen sind dabei nicht nur visuelle Spielereien – sie verändern tatsächlich die taktische Herangehensweise an Gefechte. Gegner einzufrieren und dann zu zertrümmern, sie gegeneinander aufzuhetzen oder mit Terpentin zu übergießen sind echte Strategieoptionen, die den Kampf abwechslungsreich halten sollen.
Ein bestätigter Bosskampf zeigt „Betty Mark III” – eine mechanische Version des Cartoon-Charakters Betty, angetrieben von elektrischer Energie und mit einem Aufziehschlüssel im Rücken ausgestattet. Solche Details zeigen, dass Fumi Games den schwarzen Humor der Vorlage konsequent in das Spieldesign übersetzt.
Alle wichtigen Eckdaten auf einen Blick
| Eigenschaft | Detail |
| Titel | MOUSE: P.I. For Hire |
| Entwickler | Fumi Games (Polen) |
| Publisher | PlaySide Studios (Australien) |
| Erscheinungsdatum | 16. April 2026 |
| Plattformen | PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S, Xbox One, Nintendo Switch, Nintendo Switch 2 |
| Genre | Ego-Schussspiel mit Ermittlungs- und Metroidvania-Elementen |
| Preis | ca. 29,99 EUR (offiziell bestätigt in USD, EUR-Preis erwartet) |
| Spielzeit | 12–20 Stunden (je nach Spielstil) |
| Stimme Protagonist | Troy Baker (als Jack Pepper) |
| Stil | Schwarz-Weiß, handgezeichnete Rubber-Hose-Animation (1930er-Jahre) |
| Soundtrack | Original Bigband-Jazz |
Verschiebungen und Erscheinungstermin: Ein kurzer Überblick
| Ankündigung | Ursprünglicher Termin | Neuer Termin | Grund |
| Erstankündigung | 2025 (allgemein) | Oktober 2025 bekannt gegeben: März 2026 | Qualitätssicherung |
| Galaxies-Showcase (Okt. 2025) | März 2026 | — | Offizieller Termin bestätigt |
| Verschiebung (Feb. 2026) | 19. März 2026 | 16. April 2026 | Letzter Feinschliff vor dem Erscheinen |
Die letzte Verschiebung um knapp vier Wochen wurde von Fumi Games offen kommuniziert: Man wolle sicherstellen, dass das Spiel ein unvergessliches Erlebnis wird. In einem Statement hieß es wörtlich: Man bleibe seinem Ziel treu, das bestmögliche Spiel zu liefern, und das erfordere eben nur einige zusätzliche Wochen. Die Community reagierte überwiegend verständnisvoll.
Warum das so verdammt knallt
Es gibt nicht viele Spiele, bei denen man schon nach dem ersten Teaser genau weiß: Das hat eine eigene Sprache. MOUSE: P.I. For Hire verbindet mehrere Zutaten, die für sich genommen schon stark sind, zusammen aber etwas Besonderes ergeben: den ikonischen Schwarzweiß-Look der frühesten Zeichentrickfilme der Geschichte, das schnelle und taktisch vielseitige Gameplay eines klassischen Retro-Shooters, eine echte Noir-Geschichte mit einem charismatischen Hauptcharakter und einer der besten Synchronsprecherstimmen der Branche, und das alles für rund 30 EUR.
Bei dem Preis und einer Spielzeit von bis zu 20 Stunden ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schon auf dem Papier schwer zu schlagen. Wenn der tatsächliche Feinschliff gelingt und sich das Spielgefühl so präzise anfühlt, wie der Look verspricht, hat MOUSE: P.I. For Hire das Zeug zum Überraschungshit des Frühjahrs 2026.
Häufig gestellte Fragen
Das Spiel erscheint am 16. April 2026 für PC, PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X/S, Xbox One, Nintendo Switch und Nintendo Switch 2. Es war ursprünglich für den 19. März 2026 geplant, wurde aber Ende Februar 2026 von Fumi Games und PlaySide Studios auf den April verschoben, um den letzten Feinschliff zu ermöglichen.
Die Entwickler gaben eine Spielzeit von 12 bis 20 Stunden an. Wer nur der Haupthandlung folgt, kommt schneller durch; wer alle Sammelgegenstände findet und optionale Inhalte erkundet, braucht deutlich länger.
Der Preis beträgt 29,99 EUR. Fumi Games bestätigte den Preis offiziell in US-Dollar; für den europäischen Markt wird ein gleichwertiger Preis erwartet.
Die Stimme von Jack Pepper wird von Troy Baker geliehen, einem der bekanntesten Synchronsprecher der Spielebranche. Baker ist bekannt als die Stimme von Joel in The Last of Us und Nathan Drake in der Uncharted-Reihe.
Das Spiel nutzt handgezeichnete Schwarz-Weiß-Animation im sogenannten Rubber-Hose-Stil, der von den frühesten Zeichentrickfilmen der 1930er-Jahre inspiriert ist – jedes Bild wurde dabei von Hand gezeichnet. Dazu kommt ein eigens komponierter Bigband-Jazz-Soundtrack, der die Noir-Atmosphäre der korrupten Stadtgeschichte perfekt unterstützt.

