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PlayStation Network geht in Rente – Was sich 2026 wirklich ändert

Fast zwanzig Jahre lang war das PlayStation Network der Name, den Millionen Spieler täglich in ihre Konsole getippt haben. Seit dem 11. November 2006 hat dieses Kürzel das Online-Spielen auf PlayStation-Konsolen definiert – vom ersten Online-Match auf der PS3 bis zum aktuellen Mehrspielerspiel auf der PS5.

Jetzt ist Schluss damit. Sony Interactive Entertainment hat offiziell bestätigt, dass die Bezeichnungen „PlayStation Network” und „PSN” bis September 2026 vollständig verschwinden. Was das für dich bedeutet, warum Sony das tut und was sich wirklich ändert – das erfährst du in diesem Artikel.

Was Sony genau angekündigt hat

Die Nachricht kam zunächst nicht über eine große Pressekonferenz, sondern über eine interne Mitteilung, die Sony Interactive Entertainment an Spieleentwickler verschickt hat. Das Spielenachrichtenportal Insider Gaming erhielt diese E-Mail und veröffentlichte ihren Inhalt. Darin heißt es laut dem Bericht: Sony Interactive Entertainment hat die strategische Entscheidung getroffen, die Begriffe „PlayStation Network” und „PSN” auf der gesamten Plattform schrittweise abzuschaffen, um die Bandbreite der sich stetig weiterentwickelnden digitalen Dienste angemessen abzubilden.

Bis spätestens September 2026 sollen beide Bezeichnungen vollständig aus sämtlichen Benutzeroberflächen, Verpackungen, Marketingmaterialien und Spielen verschwinden. Entwickler müssen sicherstellen, dass ihre Spiele, Beschreibungen und Werbemittel die Begriffe „PSN” und „PlayStation Network” künftig nicht mehr verwenden. Detaillierte Richtlinien zur neuen Markengestaltung sollen im Herbst 2026 mit einem aktualisierten Anforderungskatalog für Softwareentwickler bereitgestellt werden.

Wichtig und eindeutig: Sony beschreibt die bevorstehenden Änderungen ausdrücklich als „rein visuell”. Es handelt sich nicht um das Ende des Dienstes, sondern ausschließlich um eine Umbenennung.

Keine Panik – alle Funktionen bleiben erhalten

Das Erste, was man bei einer solchen Meldung denken könnte: Verliere ich meine Spiele? Muss ich mich neu anmelden? Ist mein Konto weg? Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Nein. Sony hat in seiner Mitteilung an Entwickler unmissverständlich klargestellt, dass alle aktuell mit dem PlayStation Network verbundenen Funktionen vollständig erhalten bleiben und weiterhin für Spieler zur Verfügung stehen.

Das bedeutet konkret: Deine Freundesliste bleibt bestehen, dein gesammelter Trophäenstand bleibt erhalten, du kannst weiterhin online mit anderen spielen, Spiele im PlayStation Store kaufen und deine Spielstände in der Datenwolke sichern. Der Dienst selbst geht also nicht in Rente – lediglich sein Name.

Erste Anzeichen dieser Veränderung waren schon vor der offiziellen Bekanntgabe auf der PS5 sichtbar. In den Netzwerkeinstellungen der Konsole zeigt das System seit einem kürzlich erschienenen Systemaktualisierung bereits einfach „PlayStation” statt „PlayStation Network”. Das Statusportal des Dienstes hat die PSN-Bezeichnung ebenfalls schon still und leise entfernt.

Die Geschichte eines Namens – fast 20 Jahre PSN

Um zu verstehen, warum diese Umbenennung eine echte Zäsur bedeutet, lohnt sich ein Blick zurück. Das PlayStation Network startete am 11. November 2006 gemeinsam mit der PlayStation 3 in Japan. In Nordamerika folgte der Start am 17. November desselben Jahres, Europa wartete bis zum 23. März 2007. Der Dienst war von Anfang an kostenlos nutzbar – ein gewichtiger Unterschied zu anderen Konsolen-Onlinediensten jener Zeit, die für Grundfunktionen eine Abonnementgebühr verlangten.

In den ersten Jahren war das PlayStation Network noch vergleichsweise einfach: Ein PlayStation-Konto erstellen, eine eigene Online-Kennung wählen, Freunde hinzufügen und los geht’s. Der PlayStation Store ermöglichte den Kauf digitaler Spiele, Zusatzinhalte und Filmmieten. Im Juni 2008 kam das Trophäensystem hinzu – Bronze, Silber, Gold und die begehrte Platin-Trophäe, die es nur gibt, wenn man alle anderen gesammelt hat. Dieses System sorgte schnell für einen echten Sammeltrieb in der PlayStation-Gemeinschaft.

Am 29. Juni 2010 führte Sony PlayStation Plus ein. Anfangs war es ein optionaler Zusatz mit monatlichen Gratistiteln, Rabatten und exklusiven Vorschauen auf Spiele. 2011 folgte die Datenwolken-Speicherung für Spielstände – damals eine echte Neuheit, die Spieler vor Datenverlust durch defekte Festplatten schützte. 2012 bot Sony über die sogenannte Spielsammlung erstmals jeden Monat mehrere kostenlose Titel an, was PlayStation Plus zu einem Pflichtabonnement für viele Spieler machte.

Mit dem Start der PlayStation 4 im November 2013 änderte sich ein grundlegender Aspekt: Online-Mehrspielerspiele erforderten ab sofort ein PlayStation-Plus-Abonnement. Das war zwar eine Einschränkung für Neueinsteiger, sorgte aber auch dafür, dass Sony die Qualität und den Umfang des Dienstes deutlich ausbauen konnte.

Im Juni 2022 führte Sony die aktuelle dreistufige Abo-Struktur ein. Aus dem einfachen PlayStation-Plus-Abo wurden die drei Stufen „Essential”, „Extra” und „Premium” – mit unterschiedlichen Inhalten und Preisen.

Übersicht der aktuellen Preise der drei PlayStation-Plus-Stufen für das Jahr 2026

Stufe Monatlich Vierteljährlich Jährlich
Essential 8,99 EUR 24,99 EUR 71,99 EUR
Extra 13,99 EUR 39,99 EUR 125,99 EUR
Premium 16,99 EUR 49,99 EUR 151,99 EUR

Warum Sony den Namen jetzt aufgibt

Die Begründung von Sony klingt zunächst nach nüchternem Unternehmenssprech: Die Bezeichnung „PlayStation Network” bilde die Bandbreite der heutigen digitalen Dienste nicht mehr ausreichend ab. Dahinter steckt aber eine nachvollziehbare Entwicklung.

Als das PlayStation Network 2006 an den Start ging, war es tatsächlich vor allem ein Netzwerk für Konsolen. Heute ist das Ökosystem rund um PlayStation deutlich größer geworden. Es umfasst Spieleabonnements mit riesigen Spielekatalogen, Datenwolken-Speicherung, Spielestreaming, ein mobiles Anwendungsprogramm für Smartphones, einen Webshop und seit einigen Jahren auch Spiele für den PC. Der Begriff „Network” ruft bei vielen vor allem das Bild von Online-Mehrspielerspielen wach – passt aber längst nicht mehr zum tatsächlichen Umfang des Dienstes.

Die Marke PSN ist fast zwei Jahrzehnte alt. Sie stammt aus einer Zeit, in der Online-Dienste für Konsolen als Zusatzfunktion galten, nicht als grundlegendes Rückgrat des gesamten Geschäftsmodells. Mit der Tilgung des Begriffs „Network” rückt die Marke PlayStation selbst stärker in den Mittelpunkt der digitalen Plattformstrategie.

Sony strebt offenbar an, die Trennlinie zwischen Konsole, Abonnement und digitalem Dienst weiter zu verwischen. Wer bei PlayStation spielt – egal ob auf der Konsole, dem PC oder per Datenwolken-Streaming – soll dasselbe einheitliche Markenbild erleben.

Was gleichzeitig mit der PS4 passiert

Die Umbenennung des Dienstes ist nicht der einzige große Schritt, den Sony 2026 unternimmt. Parallel dazu stellt das Unternehmen nach und nach bestimmte Onlinefunktionen für die PlayStation 4 ein.

Die PS4 erschien im November 2013 und verkaufte sich weltweit über 117 Millionen Mal. Damit ist sie die fünftmeistverkaufte Konsole aller Zeiten und die zweiterfolgreichste PlayStation-Konsole nach der PS2. Doch die Hardware basiert auf einer Systemarchitektur aus dem Jahr 2013, die für neue Dienste und Sicherheitslösungen immer aufwendiger zu unterstützen ist.

Ab Frühjahr 2026 werden für neue PS4-Spiele bestimmte Online-Dienste nicht mehr angeboten. Dazu gehören unter anderem Funktionen wie Aktivitätsfeed im Web, Nutzertitel-Speicherlösungen, das Teilen von Bildschirmfotos direkt über soziale Netzwerke aus der Konsole heraus sowie weitere Hintergrundprogrammierschnittstellen, die vor allem mit dem PS4-Backend zusammenhängen. Das eigentliche Spielen auf der PS4 und der Zugang zum digitalen Store bleiben davon unberührt.

Auch konkrete Spiele beginnen ihre Unterstützung für die PS4 einzustellen. Das Rollenspiel Genshin Impact des Entwicklers miHoYo beendet die Unterstützung für die PS4-Version am 8. April 2026.

Zusammenfassung der wegfallenden und bleibenden PS4-Funktionen im Jahr 2026

Bereich Wird abgeschaltet Bleibt verfügbar
Online-Mehrspielerspiel Nein Ja
PlayStation Store Nein Ja
Trophäen Nein Ja
Direktes Teilen via soziale Netzwerke Ja Nein
Aktivitätsfeed im Web Ja Nein
Neue PSN-Funktionen für neue PS4-Spiele Ja Nein

Was der neue Name sein wird – und was noch offen ist

Was Sony den Dienst nach der Umbenennung nennen wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht bekannt. Sony hat in seiner Mitteilung an Entwickler keinen neuen Namen genannt. Der vollständige Übergang zur neuen Bezeichnung ist für September 2026 geplant, und Sony kündigt an, die Spieler rechtzeitig vor den Änderungen zu informieren.

In der Spielergemeinschaft kursieren verschiedene Spekulationen: Namen wie „PlayStation Hub”, „Sony Core” oder schlicht „PlayStation” tauchen in Diskussionen auf – aber das sind bisher nur Vermutungen ohne offizielle Bestätigung. Die Tatsache, dass die PS5 in den Netzwerkeinstellungen bereits schlicht „PlayStation” anzeigt, legt nahe, dass Sony die Marke möglichst schlank und einheitlich gestalten möchte. Ob das der tatsächliche neue Name ist oder nur ein Übergangszustand, bleibt abzuwarten.

Klar ist: Für alle, die täglich auf ihrer PlayStation spielen, wird sich im Alltag kaum etwas ändern. Der Dienst läuft weiter. Das Abonnement läuft weiter. Die Spiele laufen weiter. Lediglich das Etikett wechselt.

Häufig gestellte Fragen

Wird das PlayStation Network abgeschaltet?

Nein. Das PlayStation Network selbst wird nicht abgeschaltet. Nur die Bezeichnungen „PlayStation Network” und „PSN” verschwinden bis September 2026. Alle Funktionen – Online-Mehrspielerspiel, Freundesliste, Trophäen, PlayStation Store und Datenwolken-Speicherung – bleiben vollständig erhalten.

Muss ich mein PlayStation-Konto wegen der Umbenennung neu erstellen?

Nein. Dein Konto bleibt unverändert. Gleiche Anmeldedaten, gleiche Spielebibliothek, gleicher Trophäenstand, gleiche Freundesliste. Es ändert sich nur der Name des Dienstes.

Wann genau verschwindet der Name PSN?

Der vollständige Übergang ist für September 2026 geplant. Erste Änderungen sind auf der PS5 bereits sichtbar, wo „PlayStation Network” in den Einstellungen schon durch schlicht „PlayStation” ersetzt wurde.

Was passiert mit meiner PS4 2026?

Die PS4 lässt sich weiterhin nutzen, und der PlayStation Store bleibt erreichbar. Allerdings stellt Sony bestimmte Hintergrunddienste und soziale Onlinefunktionen für neue PS4-Spiele ein. Online-Mehrspielerspiel in vorhandenen Spielen ist davon nicht betroffen.

Wie viel kostet PlayStation Plus Essential 2026?

PlayStation Plus Essential kostet 2026 monatlich 8,99 EUR, vierteljährlich 24,99 EUR oder jährlich 71,99 EUR. Dieses Abonnement ist weiterhin nötig, um auf PlayStation-Konsolen Online-Mehrspielerspiele spielen zu können.

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