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Riot Games feuert die Hälfte des 2XKO-Teams nur 3 Wochen nach Launch

Schock für die Fighting-Game-Community: Riot Games hat am 9. Februar angekündigt, etwa 80 Entwickler vom 2XKO-Team zu entlassen. Das sind rund 50 Prozent des globalen Entwicklerteams. Der Grund? Das Spiel erreicht nicht genug Spieler – und das nur drei Wochen nach dem offiziellen Konsolen-Launch am 20. Januar 2026. Ein katastrophales Signal für einen Fighting Game, der fast zehn Jahre in Entwicklung war.

Die Zahlen sind brutal. Von ursprünglich 160 Entwicklern bleiben nur noch 80 übrig. Executive Producer Tom Cannon verkündete die schlechten Nachrichten in einem Blog-Post: “Diese Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Als wir von PC auf Konsolen expandierten, sahen wir konstante Trends, wie Spieler mit 2XKO interagierten. Das Spiel hat eine leidenschaftliche Kern-Zielgruppe gefunden, aber das Momentum insgesamt hat nicht das Level erreicht, das nötig ist, um langfristig ein Team dieser Größe zu unterstützen.”

Übersetzt heißt das: Zu wenig Spieler, zu wenig Geld, zu wenig Zukunft. Für ein Spiel, das gerade mal drei Wochen alt ist, ein vernichtendes Urteil.

Die Geschichte hinter 2XKO: Zehn Jahre für nichts?

2XKO begann 2016, als Riot Games Radiant Entertainment kaufte – ein Fighting-Game-Studio, gegründet von den Brüdern Tom und Tony Cannon. Die beiden sind Legenden in der Fighting-Game-Community, Mitbegründer der berühmten EVO Championship Series. Riot wollte mit ihrer Expertise einen League-of-Legends-Fighting-Game schaffen, der die Genre-Standards neu definiert.

Fast zehn Jahre später ist das Ergebnis ernüchternd. 2XKO verbrachte Jahre in Entwicklung, hatte mehrere Neuanfänge, wurde umbenannt (früher hieß es “Project L”), durchlief endlose Alpha- und Beta-Phasen. Die PC-Early-Access-Version startete im Oktober 2025, der volle Launch mit PlayStation 5 und Xbox Series X/S folgte am 20. Januar 2026.

Genau 20 Tage später kommt die Entlassungswelle. Das Timing könnte kaum schlimmer sein. Die Community hatte gehofft, dass 2XKO nach Launch endlich durchstarten würde. Stattdessen kommt der Kahlschlag.

Was bedeutet das für die Zukunft von 2XKO?

Riot verspricht, dass die Esports-Pläne für 2026 unverändert bleiben. Die “2026 Competitive Series” soll wie geplant stattfinden, inklusive Partnerschaften mit Tournament-Organizern wie EVO und Combo Breaker. Tom Cannon betont: “Unsere Pläne für die 2026 Competitive Series sind unverändert. Wir bleiben committed, mit Tournament-Organizern und lokalen Communities zu arbeiten.”

Aber seien wir realistisch: Wenn du die Hälfte deines Dev-Teams feuerst, kannst du nicht einfach weitermachen wie bisher. Cannon spricht von einem “kleineren, fokussierten Team” und einem “nachhaltigeren Weg nach vorn”. Das klingt nach Schadensbegrenzung, nicht nach Wachstum.

Was bleibt wahrscheinlich gleich:

  • Server laufen weiter
  • Esports-Events in 2026 finden statt
  • Grundlegender Community-Support geht weiter

Was sich fast sicher ändert:

  • Content-Updates werden langsamer
  • Neue Charaktere kommen seltener
  • Marketing-Aktivitäten werden reduziert

2XKO wechselt von Expansionsmodus in Erhaltungsmodus

Betroffene Entwickler bekommen immerhin eine Chance, sich auf andere Jobs bei Riot zu bewerben. Wer nichts findet, erhält:

  • Mindestens 6 Monate Kündigungsgeld
  • Zusätzliche Abfindungszahlung
  • Möglichkeit zur internen Bewerbung bei Riot

Das ist mehr als viele andere Firmen zahlen, aber es ändert nichts an der Tatsache: 80 Menschen verlieren ihren Job an einem Projekt, für das sie jahrelang gearbeitet haben.

Warum ist 2XKO gescheitert?

Die Community diskutiert wild über die Gründe. Es gibt mehrere plausible Erklärungen:

Problem Details Auswirkung
Zu teuer Skins 15-20€, Battle Pass 10€ Casual-Spieler bleiben weg
Zu kompliziert Easy Inputs vs. komplexe Combos Niemand ist zufrieden
Zu spät 10 Jahre Entwicklungszeit Hype komplett verpufft
Zu viel Konkurrenz SF6, Tekken 8, MK1 laufen Spieler bleiben bei bekannten Games

Die Preispolitik

2XKO ist Free-to-Play, verdient Geld über Cosmetics. Aber die Skins und Battle Passes kosten brutal viel. Fans beschwerten sich von Anfang an über die Preise. Ein einzelner Skin kann 15 bis 20 Euro kosten. Der Battle Pass liegt bei knapp 10 Euro. Für ein Free-to-Play-Game ist das happig. Viele Casual-Spieler haben wahrscheinlich einen Blick auf den Shop geworfen und sind wieder abgehauen.

Das Gameplay-Design

2XKO versucht, einfache Inputs UND komplexe Combos zu vereinen – ein schwieriger Spagat. Das Spiel nutzt ein “Easy Input”-System, bei dem du Special Moves mit einfachen Richtungen und einem Knopf ausführen kannst. Gleichzeitig gibt es aber auch komplexe Combo-Systeme, Assist-Mechaniken und Team-Synergien. Das Ergebnis? Anfänger fühlen sich trotzdem überfordert, Hardcore-Spieler finden es zu flach. Niemand ist richtig zufrieden.

Die lange Entwicklungszeit

Fast zehn Jahre von Ankauf bis Launch sind eine Ewigkeit in der Gaming-Industrie. Der initiale Hype ist längst verpufft. Als 2XKO endlich rauskam, hatten viele Spieler das Interesse verloren. “Hab ich nicht schon vor Jahren was davon gehört?” ist keine gute Reaktion auf dein Launch-Produkt.

Die Konkurrenz

Der Fighting-Game-Markt ist 2026 brutal umkämpft. Street Fighter 6 läuft super, Tekken 8 auch. Mortal Kombat 1 hat seine treue Fanbase. Und dann kommt 2XKO mit seinem 2v2-Gimmick. Ja, Tag-Team-Fighting ist interessant. Aber reicht es, um Spieler von etablierten Franchises wegzulocken? Offensichtlich nicht.

Reaktionen aus der Fighting-Game-Community

Die FGC ist schockiert und wütend. Viele der entlassenen Entwickler sind bekannte Gesichter aus der Community – Veteranen, die seit Jahren Fighting Games machen. Tom und Tony Cannon sind FGC-Legenden. Dass ihr Projekt so crasht, tut weh.

Ein bekannter Pro-Gamer twitterte: “Das ist brutal. Viele dieser Leute haben ihr Leben diesem Spiel gegeben. Nach zehn Jahren Entwicklung entlässt man sie drei Wochen nach Launch? Unfassbar.” Ein anderer schrieb: “Riot dachte, der League-of-Legends-Name reicht. Tut er nicht. Du brauchst ein gutes Spiel, nicht nur eine bekannte IP.”

Aber es gibt auch kritischere Stimmen. Ein ehemaliger Playtester schrieb auf Reddit: “Wir haben seit Monaten in Feedback gesagt, dass die Preise zu hoch sind und das Gameplay verwirrend ist. Riot hat nicht zugehört. Jetzt zahlen die Entwickler den Preis. Typisch Management-Fehler.”

Es gibt auch Solidarität. Andere Fighting-Game-Studios haben öffentlich Unterstützung angeboten. Arc System Works twitterte: “Unsere Türen stehen offen für talentierte Fighting-Game-Entwickler.” Capcom postete ähnliche Statements. Die Community hält zusammen, auch wenn das Spiel gefloppt ist.

Was sagt das über Riot Games aus?

Das ist nicht Riots erste Entlassungswelle. 2024 wurden bereits Hunderte Mitarbeiter gefeuert, hauptsächlich aus Publishing und weniger erfolgreichen Projekten. Jetzt trifft es 2XKO.

Welches Projekt kommt als nächstes?

Riot ist bekannt dafür, viele Projekte parallel zu entwickeln und dann gnadenlos zu killen, wenn sie nicht performen. Das mobile MMO wurde gekillt. Das Fighting Game Projekt vor 2XKO wurde neugestartet. Jetzt wird 2XKO dezimiert. Riot ist erbarmungslos, wenn es um ROI geht.

Das Problem

Wenn du ständig Projekte killst und Leute feuerst, verlierst du Vertrauen. Talentierte Entwickler wollen nicht für eine Firma arbeiten, die sie nach drei Wochen feuert, wenn das Spiel nicht sofort explodiert.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Werden die 2XKO-Server geschlossen?

Nein, nicht sofort. Riot sagt, das Spiel läuft weiter und Esports-Events finden 2026 wie geplant statt. Aber langfristig? Schwer zu sagen. Wenn die Spielerzahlen weiter sinken, könnte Riot den Stecker ziehen.

Bekomme ich mein Geld für gekaufte Skins zurück?

Nein. Riot erstattet keine In-Game-Käufe, nur weil das Team verkleinert wurde. Was du gekauft hast, behältst du – solange die Server laufen.

Lohnt es sich noch, jetzt mit 2XKO anzufangen?

Kommt drauf an. Wenn du Fighting Games liebst und 2v2-Gameplay cool findest, probier es aus. Es ist Free-to-Play, also kein finanzielles Risiko. Aber erwarte keine lange Zukunft mit ständigen Updates. Die Community wird wahrscheinlich schrumpfen.

Warum hat Riot nicht früher reagiert?

Viele Insider berichten, dass Probleme schon in der Beta-Phase offensichtlich waren. Riot hat trotzdem den vollen Launch durchgezogen. Warum? Vermutlich Hoffnung, dass der Console-Launch alles rettet. Hat nicht geklappt.

Was passiert mit den gefeuerten Entwicklern?

Sie können sich bei Riot auf andere Positionen bewerben. Wer nichts findet, bekommt sechs Monate Kündigungsgeld plus Abfindung. Das ist besser als nichts, aber hart bleibt es trotzdem.

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