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Serpent’s Gaze im Early Access: Lohnt sich der Einstieg jetzt schon?

Seit dem 25. Mai 2026 ist Serpent’s Gaze auf Steam im Early Access verfügbar. Das Schwedenteam Feeble Minds liefert damit ein taktisches Kampfspiel mit Online-Zusammenspiel für bis zu vier Personen. Doch lohnt sich der frühe Kauf wirklich schon jetzt?

Was ist Serpent’s Gaze überhaupt?

Serpent’s Gaze ist ein Genremix aus taktischem Kampfspiel und Roguelike-Elementen. Das Göteborger Studio Feeble Minds entwickelte den Titel rund vier Jahre lang, bevor er in den Early Access startete. Das Team besteht aus zehn Entwicklern mit Erfahrung bei bekannten schwedischen Studios.

Die Geschichte spielt in der antiken Wüste Sedonia. Du schlüpfst in die Rolle eines sogenannten Scion, also eines Schösslings der Baumgöttin Magnolia. Dein Ziel ist es, falsche Götter zu stürzen und die Welt zu befreien. Die Welt teilt sich dabei in verschiedene Regionen auf, darunter die Majin-Ruinen mit nomadischen Kriegern und die prächtigen Attar’Esh-Kathedralen.

Das Besondere: Alle Bereiche sind handgefertigt. Es gibt keine zufällig generierten Gebiete. Das sorgt für eine hohe Qualität bei Grafik und Geschichte. Jannik Reuterberg, der Chef von Feeble Minds, sagte dazu: „Wir freuen uns riesig, dass heute endlich jeder in Serpent’s Gaze eintauchen kann.”

Gameplay und Kampfsystem im Detail

Das Kampfsystem verlangt Geduld und Präzision. Du musst Angriffe im richtigen Moment parieren oder ausweichen. Außerdem verwaltest du deine Ausdauer, denn ohne diese kannst du weder angreifen noch blocken. Jeder Fehler kostet dich Gesundheit, deshalb ist Konzentration Pflicht.

Ein cleveres Detail ist das haptische Feedback. Wenn du einen Controller nutzt, spürst du körperlich die Erschöpfung deines Charakters. Die Trigger-Tasten bauen Widerstand auf, sobald deine Ausdauer sinkt. Das steigert das Spielgefühl spürbar.

Das Aspektsystem als Klassenersatz

Anstelle klassischer Klassen setzt Serpent’s Gaze auf ein sogenanntes Aspekt-System. Du wählst einen Aspekt, der deinen Spielstil grundlegend verändert. Derzeit stehen zwei Aspekte bereit:

  • Aspekt der Pest: Du erhältst temporäre Boni, wenn du Feinde schnell tötest.
  • Aspekt des Kühnen: Dein Schaden steigt, je weniger Lebenspunkte du noch hast.

Beide Aspekte belohnen eine aktive und riskante Spielweise. Zusätzlich kannst du deinen Scion über vier Hauptattribute anpassen. Diese sind Stärke, Beweglichkeit, Weisheit und Vitalität. Ein fünftes Attribut namens Fokus erlaubt die Nutzung von Sonderfähigkeiten.

Das Fluch-System und seine Auswirkungen

Das wohl interessanteste System im Spiel ist das Fluch-System. Je weiter du vorankommst, desto mehr Aufmerksamkeit erregen die Götter auf dich. Das führt zu stapelbaren Schwierigkeitserhöhungen, die das Spiel herausfordernder machen.

Konkret bedeutet das:

  • Zufällige Zwischengegner, die dich aktiv verfolgen.
  • Gefährliche Umweltveränderungen wie Sandstürme.
  • Im Gegenzug erhältst du mächtigere Gegenstände und göttliche Segen.

Dieses System ersetzt feste Schwierigkeitsgrade. Es sorgt dafür, dass das Spiel immer fair, aber nie einfach bleibt. Außerdem passt eine eingebaute Künstliche Intelligenz Fallen und Feindplatzierungen dynamisch an, wenn eine Gruppe zu schnell voranschreitet.

Koop oder Einzelspieler: Welcher Modus passt zu dir?

Du kannst Serpent’s Gaze entweder allein oder mit bis zu drei Freunden online spielen. Beide Varianten sind vollwertig ausgebaut. Im Einzelspieler-Modus gibt es jedoch keine Begleiter durch Künstliche Intelligenz, du bist also komplett auf dich gestellt.

Der Koop-Modus erfordert keine zusätzlichen Kosten auf Steam. Du brauchst lediglich eine Internetverbindung für Online-Sitzungen. Für lokales Spielen benötigst du gar keine Verbindung.

Hier ist ein direkter Vergleich der beiden Spielmodi:

Merkmal Einzelspieler Online-Koop
Spieleranzahl 1 bis zu 4
KI-Begleiter Nicht vorhanden Nicht nötig
Internetverbindung Nicht nötig Pflicht
Schwierigkeitsanpassung Fluch-System Dynamisch skaliert
Empfohlene Steuerung Controller Controller

Gerade im Koop-Modus zeigt das Spiel seine Stärken. Abgestimmte Teamtaktiken und das gemeinsame Überstehen harter Kämpfe sorgen für viele Erfolgserlebnisse. Kurz nach dem Start gab es jedoch technische Probleme bei der Suche nach Mitspielerinnen und Mitspielern. Feeble Minds veröffentlichte daraufhin schnell einen Notfall-Patch.

Preise, Editionen und technische Voraussetzungen

Der Einstiegspreis beträgt 15,99 Euro für die Standardversion. In der ersten Verkaufswoche gab es zusätzlich zehn Prozent Rabatt. Wer das Studio unterstützen möchte, kann außerdem das Unterstützerpaket kaufen.

Hier eine Übersicht aller Kaufoptionen:

Inhalt Preis
Standardversion 15,99 Euro
Standardversion mit Startrabatt ca. 14,39 Euro
Unterstützerpaket mit exklusiven Aussehen-Varianten 4,49 Euro

Das Unterstützerpaket enthält exklusive Aussehen-Varianten für alle vier Charakterklassen. Spielinhalte sind davon nicht betroffen, es handelt sich rein um kosmetische Extras.

Das brauchst du technisch

Bevor du loslegst, solltest du deine Hardware prüfen. Feeble Minds gibt folgende Systemanforderungen an:

Mindestanforderungen:

  • Vierkernprozessor mit 3,0 GHz
  • 8 GB Arbeitsspeicher
  • Grafikkarte mit 4 GB Grafikspeicher und DirectX 12
  • 50 GB freier Speicher auf einer SSD

Empfohlene Anforderungen:

  • Achtkernprozessor mit 3,8 GHz
  • 16 GB Arbeitsspeicher
  • Grafikkarte mit 8 GB Grafikspeicher und DirectX 12
  • 50 GB freier Speicher auf einer NVMe-SSD

Für ein flüssiges Erlebnis in größeren Kämpfen empfiehlt sich deutlich die stärkere Konfiguration. Der Notfall-Patch nach dem Start behob bereits einige Bildraten-Probleme, trotzdem profitierst du von besserer Hardware merklich.

Communityreaktionen und erste Eindrücke

Der Start von Serpent’s Gaze verlief beeindruckend. Innerhalb der ersten 24 Stunden verzeichnete das Spiel über 50.000 gleichzeitige Spielerinnen und Spieler. Die Bewertungen auf Steam liegen stabil bei „Sehr Positiv” mit einer Zustimmungsrate zwischen 85 und 87 Prozent.

Besonders viral ging eine Community-Aktion kurz nach dem Start. Bei der sogenannten „Prüfung der Schlange” besiegten Spieler den ersten Endgegner ohne jegliche Rüstung. Das Ereignis zog über 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer auf Streaming-Plattformen an. Fachseiten berichten außerdem durchweg positiv über das Kampfsystem und die atmosphärische Spielwelt.

Kritisch angemerkt wurden anfängliche Serverprobleme im Koop-Modus, die jedoch schnell behoben wurden. Außerdem ist die Sprachausgabe bislang nur auf Englisch vorhanden. Texte und Menüs gibt es hingegen bereits auf Deutsch.

Was kommt noch im Early Access?

Feeble Minds plant für die Early-Access-Phase von ein bis zwei Jahren regelmäßige monatliche Inhaltsupdates. Dabei stehen folgende Ergänzungen auf dem Plan:

  • Neue Waffenklassen mit eigenen Bewegungsabläufen.
  • Zusätzliche Spielgebiete mit neuen Gegnern.
  • Erweiterungen der Geschichte rund um die Baumgöttin Magnolia.

Der aktuelle Inhalt bietet erfahrenen Spielerinnen und Spielern rund 20 Stunden Spielzeit. Wer alles erkundet, wird deutlich länger beschäftigt sein. Die enge Verbindung zur Community zeigt sich bereits: Das Projekt wurde 2024 teilweise durch eine Unterstützerkampagne finanziert, was die Bindung zwischen Studio und Spielern von Anfang an stärkte.

Serpent’s Gaze ist ein vielversprechender Frühstart mit Luft nach oben

Serpent’s Gaze überzeugt bereits jetzt mit einem durchdachten Kampfsystem, einem einzigartigen Fluch-Mechanismus und atmosphärischen, handgefertigten Spielbereichen. Der günstige Einstiegspreis von unter 16 Euro macht den Kauf besonders attraktiv. Wer taktische Kämpfe liebt und am liebsten mit Freunden spielt, findet hier bereits jetzt viel Spaß.

Allerdings solltest du bedenken, dass der aktuelle Inhalt noch überschaubar ist. Außerdem gibt es die Sprachausgabe bislang nur auf Englisch. Wer auf eine vollständige deutsche Vertonung wartet, sollte noch etwas Geduld mitbringen. Dafür ist der Spielstand nach dem Early Access gesichert, sofern keine technischen Anpassungen nötig werden.

Alles in allem stellt Serpent’s Gaze einen gelungenen Frühstart dar. Das Entwicklerteam hört aktiv auf die Community und liefert Updates schnell. Daher lohnt sich der Einstieg jetzt schon sehr.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Serpent's Gaze alleine spielen?

Ja, es gibt einen vollständigen Einzelspieler-Modus. Allerdings gibt es dabei keine Begleiter durch Künstliche Intelligenz. Du meisterst alle Herausforderungen komplett allein.

Gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen?

Nein, es gibt keine auswählbaren Schwierigkeitsgrade. Stattdessen skaliert das Fluch-System die Herausforderung automatisch. Je weiter du kommst, desto härter wird das Spiel.

Bleibt mein Spielstand nach dem Early Access erhalten?

Die Entwickler planen eine vollständige Übernahme aller Fortschritte in die finale Version. Allerdings weisen sie auf mögliche technische Anpassungen hin. Eine absolute Garantie gibt es daher noch nicht.

Brauche ich ein Abo für den Koop-Modus?

Nein, auf Steam entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Online-Koop. Du brauchst lediglich eine funktionierende Internetverbindung für Online-Sitzungen.

Unterstützt das Spiel Controller?

Ja, gängige Controller werden vollständig unterstützt. Viele Spielerinnen und Spieler empfehlen die Controller-Steuerung sogar, da sie besonders gut zum taktischen Kampfsystem passt.

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