Aufschwebenden Inseln baust du allein oder im Koop deine ganz persönliche Wohlfühl-Oase. Solarpunk setzt dabei konsequent auf Entschleunigung statt Survival-Stress. Wir testen, ob das Kickstarter-Projekt sein großes Versprechen wirklich hält.
Was steckt eigentlich hinter Solarpunk?
Solarpunk ist ein Aufbau-Spiel mit Survival-Elementen vom Studio Cyberwave. Gleichzeitig trägt es das Label „Cozy Game” – und das völlig zu Recht. Du erkundest prozedural generierte schwebende Inseln und baust dort eine nachhaltige Basis auf. Dabei verzichtet das Spiel komplett auf Kämpfe und Monster.
Der einzige echte Gegner ist die Ressourcenknappheit, zum Beispiel leere Akkus oder fehlende Baumaterialien. Das klingt simpel, bietet aber überraschend viel Tiefe. Zudem läuft das Spiel auf PC über Steam sowie auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Für Nintendo Switch ist ein Port als bestätigtes Streckziel geplant. Das Studio setzt auf die Unreal Engine, was sich besonders bei den Licht- und Wettereffekten deutlich bemerkbar macht.
Die Spielwelt: Schwebende Inseln und lebendiges Wetter
Die Welt von Solarpunk ist farbenfroh, hell und einladend. Jede Insel entsteht durch prozedurale Generierung und sieht dadurch immer ein bisschen anders aus. Das sorgt für hohe Wiederspielbarkeit und frische Erkundungserlebnisse. Außerdem reagiert das Wetter direkt auf das Gameplay. Regen füllt deine Wasserspeicher auf, während Sonnenschein deine Solarpaneele antreibt. Das Wetter ist also kein bloßes Hintergrundelement, sondern echter Bestandteil der Spielmechanik.
Das Luftschiff als Herzstück
Dein Luftschiff verbindet alle Inseln miteinander. Es dient nicht nur als Transportmittel, sondern auch als mobiles Lager. Du kannst es individuell anpassen und sogar farblich gestalten. Das gibt dem Spiel eine persönliche Note, die viele Aufbau-Spiele vermissen lassen.
Werkzeuge für Entdecker
Damit du die Welt auch richtig erkunden kannst, stehen dir mehrere nützliche Werkzeuge zur Verfügung:
- Multifunktionswerkzeug – zum Abbauen von Rohstoffen auf den Inseln
- Bauhammer – zum Errichten von Gebäuden und Strukturen
- Fernrohr – zum Entdecken weit entfernter Inselgruppen
- Fernbedienung – zur Steuerung von Automatisierungs-Drohnen
Diese vier Werkzeuge begleiten dich durch das gesamte Spiel. Zusammen decken sie alle wichtigen Spielbereiche ab.
Ressourcen und Energie: Grüne Technik im Spieleformat
Das Ressourcen-System ist das Herzstück von Solarpunk. Hier zeigt das Spiel, wie durchdacht das gesamte Design ist. Alles dreht sich um erneuerbare Energiequellen. Fossile Brennstoffe gibt es schlicht nicht. Stattdessen musst du Solarpaneele und Windräder strategisch platzieren.
| Energiequelle | Funktion im Spiel |
| Sonnenlicht | Betreibt kleine Geräte über Photovoltaikanlagen |
| Wind | Treibt schwere Maschinen und Windkrafträder an |
| Wasser | Versorgt Landwirtschaft über Regensammler und Leitungen |
| Holz | Nachhaltiger Baustoff aus eigener Forstwirtschaft |
Besonders clever ist die Verknüpfung von Wetter und Energieversorgung. An bewölkten Tagen liefern Solarpaneele weniger Strom. Deshalb musst du vorausplanen und Energiespeicher anlegen. Das erzeugt angenehme strategische Spannung, ohne dabei stressig zu werden.
Automatisierung durch Roboter
Fortgeschrittene Spieler können kleine Roboter bauen. Diese übernehmen dann repetitive Aufgaben wie das Gießen von Pflanzen oder das Einsammeln von Ressourcen. Das ist ein cleveres System, das den Aufbau-Aspekt deutlich erweitert. Außerdem fühlt es sich befriedigend an, wenn die eigene Basis fast von selbst läuft.
Koop und Tiere: Zusammen macht es mehr Spaß
Solarpunk bietet einen vollwertigen Online-Koop für bis zu vier Spieler. Wichtig dabei: Der Mehrspielermodus kostet keinen Aufpreis. Er ist vollständig im Grundspiel enthalten. Im Koop könnt ihr Aufgaben sinnvoll aufteilen. Einer kümmert sich um die Technik, ein anderer übernimmt den Gartenbau.
Zusätzlich gibt es friedliche Tiere, die du züchten und halten kannst. Flugschaf-ähnliche Wesen liefern zum Beispiel Wolle oder helfen beim Suchen von Samen. Bienen verbessern außerdem die Ernte durch Bestäubung. Das klingt vielleicht niedlich, hat aber echten spielerischen Nutzen.
Einzelspieler ohne Stress
Für alle, die lieber alleine spielen: Der Einzelspieler-Modus funktioniert komplett offline. Du brauchst keine dauerhafte Internetverbindung. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen Online-Aufbau-Spielen.
Technische Details: Was braucht dein PC?
Solarpunk läuft auf der Unreal Engine. Das sieht man den Licht- und Wettereffekten deutlich an. Trotzdem sind die Systemanforderungen moderat gehalten.
| Konfiguration | Prozessor | Arbeitsspeicher | Grafikkarte | Speicherplatz |
| Minimum | Vierkern-Prozessor (Mittelklasse) | 8 GB RAM | Einsteiger, 2 GB VRAM | ca. 5 GB |
| Empfohlen | Sechskern-Prozessor (modern) | 16 GB RAM | Mittelklasse, 6 GB VRAM | SSD empfohlen |
Damit läuft Solarpunk auch auf älteren Rechnern gut. Das macht das Spiel besonders zugänglich für eine breite Zielgruppe. Außerdem solltest du auf eine SSD setzen, wenn du schnelle Ladezeiten willst.
Der Kickstarter-Erfolg: Was die Community finanziert hat
Die Entwicklung von Solarpunk startete mit einer Kickstarter-Kampagne. Das ursprüngliche Ziel lag bei 25.000 Euro. Am Ende kamen über 300.000 Euro zusammen – das Zwölffache des Ziels. Mehr als 8.000 Unterstützer beteiligten sich daran. Das zeigt eindrucksvoll, wie groß das Interesse an gewaltfreien, ökologisch orientierten Spielen wirklich ist.
Durch den Finanzierungserfolg wurden zahlreiche Zusatzziele freigeschaltet:
- Haustier-System – Zucht und Haltung friedlicher Tiere wurde ermöglicht
- Fortgeschrittene Automatisierung – komplexere Robotik-Mechaniken kamen hinzu
- Nintendo-Switch-Port – als Streckziel bestätigt, aber noch ohne festen Termin
Darüber hinaus sicherte die Kampagne Partnerschaften mit Rokaplay und Aerosoft. Das ermöglichte professionelle Lokalisierungen in über zehn Sprachen. Die deutsche Sprachausgabe ist ebenfalls geplant. Timo Falcke, Lead Developer bei Cyberwave, bringt es auf den Punkt: „Mit Solarpunk wollten wir eine Welt erschaffen, in der Technik und Natur im Einklang stehen und die Spielenden einfach mal tief durchatmen können.”
Für wen lohnt sich Solarpunk wirklich?
Solarpunk richtet sich an alle, die Aufbau-Spiele ohne Kampf-Druck mögen. Wer gerne in Ruhe plant, baut und erkundet, findet hier die perfekte Spielerfahrung. Auch Kinder ab etwa 13 Jahren kommen mit dem Spiel gut zurecht. Die Steuerung ist intuitiv und die Inhalte sind durchweg gewaltfrei. Zusätzlich fördert das Spiel auf spielerische Weise das Verständnis für ökologische Kreisläufe.
Folgende Spielertypen werden besonders viel Freude haben:
- Entdecker – wegen der prozedural generierten Inselwelten mit hoher Abwechslung
- Planer und Tüftler – wegen des detaillierten Energie- und Ressourcen-Systems
- Koop-Fans – wegen des kostenlosen Mehrspielermodus für bis zu vier Personen
Wer hingegen Action, Kämpfe oder schnellen Fortschritt sucht, wird hier nicht glücklich. Das ist aber kein Schwäche des Spiels, sondern eine bewusste Designentscheidung.
Solarpunk verdient eine echte Chance – hier ist warum
Solarpunk ist eines der interessantesten Indie-Spiele des Jahres. Es zeigt, dass Aufbau-Spiele nicht stressig sein müssen. Die Kombination aus Nachhaltigkeit, entspanntem Gameplay und echtem Taktik-Anspruch funktioniert überraschend gut. Der Kickstarter-Erfolg beweist außerdem, dass die Community genau das wollte.
Durch die Partnerschaft mit Rokaplay und Aerosoft kommt das Spiel nun professionell lokalisiert zu uns. Die Unreal Engine sorgt für schöne Grafik, ohne übertriebene Hardware vorauszusetzen. Alles in allem ist Solarpunk ein Spiel, das du dir ansehen solltest – besonders wenn du eine Pause von düsteren Survival-Welten brauchst.
Häufig gestellte Fragen zu Solarpunk
Nein, Solarpunk verzichtet komplett auf Gewalt gegen Lebewesen. Der einzige Gegner ist die Ressourcenknappheit, zum Beispiel leere Akkus oder fehlendes Baumaterial.
Ja, der Einzelspieler-Modus funktioniert vollständig ohne Internetverbindung. Nur für den Online-Koop brauchst du eine aktive Verbindung.
Der Koop-Modus unterstützt bis zu vier Spieler gleichzeitig. Der Mehrspielermodus ist dabei kostenlos im Grundspiel enthalten.
Das Spiel erscheint für PC über Steam, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Nintendo Switch ist als bestätigtes Streckziel geplant, aber noch ohne festen Termin.