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Valve Steam Machine 2026: Steam-Gerät und Steam-Rahmen offiziell bestätigt

Valve hat es getan: Nach jahrelangem Schweigen und einem gescheiterten ersten Anlauf im Jahr 2015 kehrt das Unternehmen hinter der Steam-Plattform mit drei neuen Geräten zurück.

Am 12. November 2025 stellte Valve offiziell die neue Steam Machine, ein Netzbrillen-Headset namens Steam Frame und einen vollständig überarbeiteten Steam-Regler vor. Alle drei Geräte sollen noch 2026 erscheinen. Trotz weltweiter Lieferengpässe bei Arbeitsspeicher-Bausteinen bestätigte Valve im März 2026 ausdrücklich: Das Unternehmen hält an diesem Zeitplan fest. Dieser Artikel fasst alles zusammen, was offiziell bekannt ist.

Die Geschichte hinter dem neuen Anlauf

Die ursprüngliche Steam Machine aus dem Jahr 2015 scheiterte vor allem an zwei Problemen: einem damals noch unfertigen SteamOS und mangelnder Spielekompatibilität. Windows-Spiele liefen auf dem Betrieb basierend auf Linux nicht zuverlässig genug.

Das hat sich grundlegend geändert. Valve entwickelte in den Jahren danach zunächst das Steam Deck, einen tragbaren Spielecomputer mit SteamOS, und zeigte dabei, dass Linux-basiertes Spielen mit der Proton-Kompatibilitätsschicht inzwischen problemlos funktioniert. Tausende Spiele, die ursprünglich nur unter Windows liefen, starten heute ohne Konfigurationsaufwand auf SteamOS-Geräten.

Aus diesen Erfahrungen über 13 Jahre Hardwareentwicklung heraus entstand die neue Steam Machine. Valve bezeichnet sie als vollwertigen Wohnzimmer-Computer, der das Beste aus der Welt der Heimkonsolen – einfache Bedienung, Stecker einstecken und losspielen – mit der Flexibilität eines Computers verbindet.

Die neue Steam Machine: Technische Daten im Detail

Das auffälligste Merkmal der neuen Steam Machine ist ihr Gehäuse: ein Würfel mit einer Kantenlänge von rund 15 bis 16 Zentimetern. In dieses kompakte Gerät verbaut Valve eine maßgeschneiderte AMD-Prozessor- und Grafikchip-Kombination, die speziell für das System entwickelt wurde.

Das Herzstück bildet ein AMD Zen-4-Prozessor mit 6 Kernen und 12 Verarbeitungssträngen, der bis zu 4,8 GHz taktet und eine Wärmeabgabe von 30 Watt hat. Für die Grafikberechnung sorgt ein maßgeschneiderter AMD RDNA-3-Grafikchip mit 28 Recheneinheiten, der bis zu 2,45 GHz erreicht und für 110 Watt ausgelegt ist. Dazu kommen 16 Gigabyte DDR5-Arbeitsspeicher sowie 8 Gigabyte GDDR6-Grafikspeicher. Das Gerät soll nach Valves Angaben mehr als die sechsfache Leistung des Steam Decks erreichen.

Valve nennt 4K-Gaming bei 60 Bildern pro Sekunde mit FSR-Hochskalierung als Leistungsziel. Ohne Hochskalierung eignet sich das Gerät vor allem für Full HD und WQHD-Auflösungen mit mittleren bis hohen Grafikeinstellungen – das entspricht laut Facheinschätzungen grob dem Leistungsniveau einer Radeon RX 7600.

Der Speicher ist wahlweise mit 512 Gigabyte oder 2 Terabyte als Schnellspeicher ausgestattet, dazu gibt es einen Steckplatz für Speicherkarten im MicroSD-Format für die einfache Erweiterung. Valve bestätigte außerdem, dass sich Arbeitsspeicher und Schnellspeicher nachträglich austauschen lassen – ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Spielekonsolen.

Die Anschlüsse umfassen einen HDMI-2.0-Ausgang für bis zu 4K bei 120 Hz, einen DisplayPort-1.4-Ausgang für bis zu 4K bei 240 Hz, zwei vordere USB-A-3.2-Anschlüsse, zwei rückwärtige USB-A-2.0-Anschlüsse, einen USB-C-3.2-Gen-2-Anschluss sowie einen Netzwerkanschluss. Drahtlos kommuniziert das Gerät über WLAN 6E und Bluetooth 5.3. Das eingebaute Netzteil macht einen externen Stromategel überflüssig.

Der neue Steam-Regler: Trackpads treffen auf Magnettechnik

Gleichzeitig mit der Steam Machine stellt Valve einen grundlegend überarbeiteten Steam-Regler vor. Das Gerät greift die markanteste Eigenschaft des ersten Steam Controllers von 2015 wieder auf – zwei große Trackpads unter den Analogsticks –, ersetzt aber den gesamten technischen Unterbau durch moderne Bauteile.

Die Analogsticks nutzen sogenannte TMR-Technologie (Tunnelmagnetwiderstand), die mechanischen Verschleiß und damit das bekannte „Stick-Drift”-Problem nahezu ausschließt, bei dem Spielfiguren sich von selbst bewegen, obwohl der Spieler den Stick nicht berührt. Das Gerät verfügt außerdem über drucksensitive Trackpads, kapazitive Griffsensoren, eine sechsachsige Lageerfassung, vier fein abgestimmte Schwingungsaktoren für präzises haptisches Feedback sowie zuweisbare Grifftasten.

Die Akkulebensdauer soll laut Valve bei mehr als 35 Stunden liegen. Der Regler verbindet sich drahtlos über einen mitgelieferten Sendeempfänger mit sehr niedriger Eingabeverzögerung von rund 8 Millisekunden, unterstützt aber auch Bluetooth und den Anschluss per USB. Er lässt sich auch außerhalb der Steam Machine verwenden – mit Windows, macOS, Linux, mobilen Geräten und dem Steam Deck.

Steam Frame: Das kabellose Brillengerät für Raumklang und virtuelle Welten

Das dritte Gerät der neuen Valve-Reihe ist das Steam Frame – ein eigenständiges Brillengerät für virtuelle Inhalte, das gleichzeitig als drahtloses Zubehör für die Steam Machine und für Spielecomputer funktioniert. Valve selbst bezeichnet es als „Streaming-First”-Gerät: Es ist primär darauf ausgelegt, Spiele von einem leistungsstarken Heimcomputer oder der Steam Machine drahtlos zu empfangen und in hoher Qualität darzustellen.

Intern arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 als Systemchip, unterstützt von 16 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher. Der Speicher ist in Modellen mit 256 Gigabyte oder 1 Terabyte erhältlich, erweiterbar über den gleichen MicroSD-Steckplatz wie beim Steam Deck und der Steam Machine – Spielstände und Daten lassen sich so einfach zwischen Geräten übertragen. Valve hat mit dem Steam Frame erstmals SteamOS auf einer ARM-Architektur zum Laufen gebracht, was eigenständiges Spielen direkt auf dem Brillengerät ermöglicht.

Die Darstellung erfolgt über zwei LCD-Bildschirme mit je 2160 × 2160 Bildpunkten und einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz. Eine Augensteuerung ermöglicht sogenanntes foveiertes Rendern, bei dem die volle Auflösung nur dort berechnet wird, wo der Spieler hinschaut – das reduziert die nötige Rechenleistung erheblich. Vier eingebaute Schwarzweißkameras übernehmen die Positionsverfolgung ohne externe Basisstationen. Das drahtlose Verbindungssystem nutzt WLAN 7 und eine beiliegende 6-GHz-Verbindungskomponente für die dedizierte Verbindung zum Heimcomputer.

Das Brillengerät wiegt im Kerngehäuse nur 185 Gramm, komplett mit Kopfhalterung, Audiozubehör und Akku 440 Gramm. Valve beschreibt das modulare Design als zukunftssicher: Einzelne Komponenten sollen sich in späteren Generationen austauschen lassen, ohne das gesamte Gerät ersetzen zu müssen.

Alle drei Geräte im direkten Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten technischen Eckdaten der drei neuen Valve-Geräte auf einen Blick:

Merkmal Steam Machine Steam Frame Steam-Regler
Recheneinheit AMD Zen 4, 6K/12V, 4,8 GHz Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3
Grafikverarbeitung AMD RDNA 3, 28 Recheneinheiten Adreno 750 (integriert)
Arbeitsspeicher 16 GB DDR5 + 8 GB GDDR6 16 GB LPDDR5X
Speicher 512 GB oder 2 TB Schnellspeicher 256 GB oder 1 TB
Speichererweiterung MicroSD-Steckplatz MicroSD-Steckplatz
Betrieb SteamOS (Linux), Windows möglich SteamOS ARM, eigenständig + Streaming
Verbindung WLAN 6E, Bluetooth 5.3 WLAN 7, Bluetooth 5.3 WLAN 2,4 GHz (8 ms), Bluetooth, USB
Besonderheiten Aufrüstbarer Speicher und RAM Augenverfolgung, 144-Hz-Bildschirme Trackpads, TMR-Sticks, 35+ Stunden Akku

Die Verzögerung und Valves Reaktion

Ursprünglich plante Valve die Auslieferung aller drei Geräte für das erste Quartal 2026. Im Februar 2026 musste das Unternehmen diesen Termin revidieren: Weltweite Engpässe bei DDR5-Arbeitsspeicher-Bausteinen, ausgelöst durch den stark gestiegenen Bedarf der Künstliche-Intelligenz-Industrie, haben die Produktionskosten erheblich in die Höhe getrieben und die Lieferplanung durcheinandergebracht. Valve verschob den Termin auf „erste Jahreshälfte 2026″ und erklärte, dass noch keine endgültigen Preise oder genauen Erscheinungstermine feststehen.

Als Valve kurz darauf im Jahresrückblick 2025 vage formulierte, man „hoffe” auf eine Auslieferung 2026, reagierte die Spielergemeinschaft besorgt. Valve stellte daraufhin unmissverständlich klar – auch gegenüber der Fachpresse wie The Verge –, dass alle drei Geräte noch in 2026 erscheinen werden. Das Unternehmen versprach, neue Informationen bekannt zu geben, sobald die internen Planungen abgeschlossen sind.

Auf der Entwicklerkonferenz GDC 2026 im März lieferte Valve weitere Details zu den Kompatibilitätsstandards für Steam Machine und Steam Frame. Für die Steam Machine gilt: Spiele, die bereits das grüne Prüfzeichen für das Steam Deck erhalten haben, erhalten dieses automatisch auch für die Steam Machine. Für neue Spiele legt Valve eine Mindestanforderung von stabilen 30 Bildern pro Sekunde bei 1080p-Auflösung mit vollständiger Unterstützung für Regler fest.

Was Preis und Erscheinungstermin bisher wissen lässt

Valve hat weder für die Steam Machine noch für den Steam Frame oder den Steam-Regler offizielle Preise bestätigt. Valve erklärte früh, die Geräte zu konsolen-ähnlichen Preisen anbieten zu wollen – was viele Beobachter zunächst im Bereich von 400 bis 600 EUR für die Steam Machine einordneten. Angesichts der gestiegenen Speicherpreise sind Analysten inzwischen skeptischer. Durchgesickerte Informationen aus dem Handel deuten auf höhere Preise hin; konkrete und verifizierte Zahlen stehen jedoch noch aus.

Die folgende Tabelle fasst den aktuellen Stand zu Erscheinungstermin, Verfügbarkeit und Preis zusammen:

Gerät Angekündigter Zeitraum Preis Verfügbarkeit
Steam Machine 2026, erste Jahreshälfte angestrebt Noch nicht bestätigt Gleiche Länder wie Steam Deck
Steam Frame 2026, erste Jahreshälfte angestrebt Noch nicht bestätigt; günstiger als Valve Index (999 EUR) Gleiche Länder wie Steam Deck
Steam-Regler 2026 Noch nicht bestätigt; auch separat erhältlich Gleiche Länder wie Steam Deck

Was Valve mit der neuen Hardware wirklich erreichen will

Valve positioniert die drei Geräte als zusammenhängendes Ökosystem. Der Steam-Regler funktioniert nahtlos mit der Steam Machine, dem Steam Frame, dem Steam Deck und normalen Computern. Die Steam Machine bringt das gesamte Steam-Spieleangebot mit mehr als 50.000 Titeln ins Wohnzimmer, ohne dass der Spieler sich um Treiber, Betriebssystem-Updates oder technische Konfiguration kümmern muss. Das Steam Frame ermöglicht dieselbe Bibliothek in virtueller Umgebung oder als drahtlos übertragenes Bild auf großen Panoramadisplays.

Entscheidend dabei: Alle drei Geräte laufen auf SteamOS und teilen dasselbe Spielespeicher-Format über MicroSD-Karten. Ein Spiel, das auf dem Steam Deck heruntergeladen wurde, läuft nach dem Stecken der gleichen Speicherkarte sofort auf der Steam Machine oder dem Steam Frame – ohne erneuten Download.

Steam-Hardware 2026 lohnt sich für Spieler, die auf einfaches Wohnzimmer-Gaming warten

Valve liefert mit dieser Hardware-Generation eine ehrgeizige Antwort auf eine Frage, die viele Spieler schon lange beschäftigt: Warum braucht man für das gesamte Steam-Angebot immer noch einen vollständigen Desktop-Computer? Die neue Steam Machine überträgt das Konzept des Steam Decks auf das Wohnzimmer – kompaktes Gerät, SteamOS, Proton, losspielen. Wer darauf gewartet hat, das Steam-Spieleangebot ohne aufwendige PC-Konfiguration auf dem Fernseher zu genießen, bekommt 2026 die dafür gedachte Hardware. Wann genau – das hängt von den Lieferketten ab.

Häufige Fragen zu Steam Machine, Steam Frame und Steam-Regler

Wann erscheinen Steam Machine, Steam Frame und Steam-Regler?

Valve hat alle drei Geräte für das Jahr 2026 bestätigt. Ursprünglich war das erste Quartal 2026 geplant. Nach Verzögerungen durch weltweite Engpässe bei Speicher-Bausteinen nennt Valve die erste Jahreshälfte 2026 als neues Ziel. Genaue Termine stehen noch aus.

Was kann die neue Steam Machine?

Die Steam Machine ist ein kompakter Wohnzimmer-Computer auf Basis von AMD Zen 4 und RDNA 3. Sie läuft mit SteamOS und erlaubt das Starten der gesamten Steam-Bibliothek über die Proton-Kompatibilitätsschicht. Valve gibt die Zielleistung mit 4K bei 60 Bildern pro Sekunde mit Hochskalierung an. RAM und Schnellspeicher lassen sich im Nachhinein austauschen.

Was ist Steam Frame?

Steam Frame ist ein eigenständiges Brillengerät für virtuelle Inhalte. Es enthält einen Snapdragon-8-Gen-3-Chip, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und entweder 256 Gigabyte oder 1 Terabyte Speicher. Es kann Spiele eigenständig ausführen oder per WLAN 7 von einem Heimcomputer oder der Steam Machine drahtlos empfangen. Zwei Bildschirme mit je 2160 × 2160 Bildpunkten stellen die Inhalte mit bis zu 144 Hz dar.

Was kostet die neue Hardware?

Valve hat noch keine offiziellen Preise für eines der drei Geräte bestätigt. Das Unternehmen hatte ursprünglich konsolen-ähnliche Preise in Aussicht gestellt. Angesichts gestiegener Produktionskosten durch teure Speicher-Bausteine dürften die Endpreise höher als ursprünglich erwartet ausfallen.

Brauche ich Windows für die Steam Machine?

Die Steam Machine läuft mit SteamOS, dem Linux-basierten Betriebssystem von Valve. Windows-Spiele laufen über die Proton-Kompatibilitätsschicht, ohne dass Windows installiert werden muss. Wer möchte, kann Windows jedoch separat auf dem Gerät installieren, da der Zugang zum Betriebssystem offen ist.

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